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Öffentlichkeitsfahndung

Betrug in Millionenhöhe: Weltweite Fahndung nach Ruja Ignatova

Bielefeld/Düsseldorf

Mit einem Schneeball-System soll Dr. Ruja Ignatova zahlreiche Anleger um erhebliche Summen gebracht haben. Nun wird nach der Frau per Öffentlichkeitsfahndung gesucht.

Von Sohrab Dabir

Das LKA in NRW fahndet nach einer Betrügerin, die Anleger um Millionen gebracht hat. Foto: Federico Gambarini/ DPA

Mit der frei erfundenen Kryptowährung "OneCoin" hat die promovierte Juristin Dr. Ruja Ignatova zwischen 2014 und 2016 offenbar Anleger um Millionen gebracht. Alleine in Deutschland sollen es rund 20.000 Anleger gewesen sein. Die Verdächtige gilt als treibende Kraft und geistige Erfinderin der angeblichen Währung und soll Investoren weltweit dazu veranlasst haben, in die wertlose Währung zu investieren.

Den Schaden, den Ruja Ignatova verursacht haben soll, liegt laut LKA im oberen, zweistelligen Millionenbereich. Der weltweite Schaden dürfte sogar mehrere Milliarden US-Dollar betragen. Am 25. Oktober 2017 stieg die 41-Jährige in einen Flieger von Sofia nach Athen und ist seitdem untergetaucht – jetzt wird per Öffentlichkeitsfahndung nach ihr gesucht. Der Fall wurde auch in der jüngsten Ausgabe der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" aufgegriffen.

Fahndung nach Millionen-Betrügerin

Das Ermittlungsverfahren gegen die Frau wird bei der Staatsanwaltschaft in Bielefeld geführt, da sie für Wirtschaftsdelikte verantwortlich ist, die über Ostwestfalen hinausgehen. Seinen Ursprung nahm der Fall im Raum Münster, wo mehrere Banken sogenannte Geldwäscheverdachtsanzeigen gegen diverse Firmen aufgegeben hatten. Diese Firmen sollen eigens für den Handel mit der Fake-Währung "OneCoin" gegründet worden sein.

Seit ihrem Verschwinden ist die aus Bulgarien stammende Ruja Ignatova weder im Zusammenhang mit "OneCoin" noch anderweitig in Erscheinung getreten. Das LKA vermutet, dass sich die Gesuchte im Ausland, zum Beispiel bei potenziellen Unterstützern, aufhalten könnte. Für Hinweise, die zur Ergreifung der Betrügerin führen, gibt es eine Belohnung von 5000 Euro. Die Gesuchte ist 1,63 Meter groß, hat braune Augen und spricht Deutsch, Bulgarisch und Englisch. Bis 2017 hatte sie ein Muttermal auf der Nase. Die Ermittler betonen, dass sie nicht nur ihre Haarfarbe, sondern auch ihr restliches Aussehen operativ geändert haben könnte. Hinweise werden beim LKA in Düsseldorf unter 0211/939 66 44 entgegengenommen.

Ruja Ignatova ist nach ihrem Millionenbetrug untergetaucht. Foto: LKA NRW
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