1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Bielefeld
  4. >
  5. Bielefeld: Diskussionen um Heroin-Klinik am Bahnhof

  6. >

Im alten Post-Gebäude

Diskussionen um Heroin-Klinik am Bielefelder Bahnhof

Bielefeld

Ein Unternehmen aus Düsseldorf will in der alten Post-Filiale am Bahnhof in Bielefeld eine große Klinik für Heroinsüchtige eröffnen. Der Plan ist stark umstritten.

Von Sven Haverkamp

In Bielefeld soll eine Klinik für schwer heroinsüchtige Menschen entstehen (Symbolbild). Foto: Boris Roessler/dpa

Der Düsseldorfer Arzt Christian Plattner will 2023 in der Nahariyastraße, im ehemaligen Post-Gebäude, eine Heroin-Praxis eröffnen. Die private Klinik soll täglich bis zu 300 schwer Süchtige mit einem synthetischen Ersatzstoff behandeln können. Doch gegen die Eröffnung der Klinik regt sich Widerstand.

Heroin-Klinik in Bielefeld: Gegenwind aus der Politik

Die Bielefelder CDU fordert von der Bezirksregierung, die Klinik nicht zu genehmigen. Die Stadt verfolge aktuell bereits ein Suchthilfekonzept, in welches die Klinik nicht passe. Zudem würde der Standort die Drogenszene rund um den Bahnhof noch verstärken. Auch Sozialdezernent Ingo Nürnberger (SPD) sieht die Klinik im Hinblick auf das bestehende Suchthilfekonzept der Stadt problematisch.

Bislang seien Drogentherapien nämlich nur für ansässige BielefelderInnen in enger Zusammenarbeit mit den hiesigen Arztpraxen vorgesehen. Auch die Größe der Klinik bereitet Nürnberger Sorgen. Sollte sie jedoch vom Bezirksamt genehmigt werden und auch Nicht-BielefelderInnen offen stehen, so sei der Standort am Bahnhof in Bielefeld ideal für Patienten und Patientinnen von außerhalb. Das letzte Wort liegt bei der Bezirksregierung. Bislang sei dort noch kein Genehmigungsantrag gestellt worden, berichtet Radio Bielefeld.

Startseite
ANZEIGE