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Corona-News

Impfzentrum Bielefeld schließt früher als geplant – letzte Impfungen stehen an

Bielefeld

Bis Ende September sollte das Impfzentrum in Bielefeld erhalten bleiben. Doch nun sollen die letzten Impfungen dort früher vonstattengehen – auch aus logistischen Gründen.

Von Sohrab Dabir

Über 100.000 Menschen wurden bislang im Bielefelder Impfzentrum geimpft. Foto: Marijan Murat/dpa

Der Plan steht schon länger: Im Juni erklärte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), dass alle Impfzentren landesweit Ende September schließen sollen. Ab dann sollten nur noch mobile Impfteams sowie die Hausärzte die Corona-Impfung verabreichen – auch wegen der hohen Kosten der Impfzentren.

Die Stadt Bielefeld verkündete nun, dass das Impfzentrum in der Stadthalle schon zwölf Tage früher als geplant schließen wird. "In Absprache mit der Medizinischen und Organisatorischen Leitung haben wir uns dazu entschieden, das Impfzentrum zum 18. September zu schließen, auch um der Ausstellungshalle die Rückkehr zur Normalität zu ermöglichen", teilte Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger mit.

Zurückgehende Zahlen im Impfzentrum Bielefeld

Ende September soll in der Stadthalle Bielefeld die erste Messe seit eineinhalb Jahren stattfinden. Um das Event ordentlich planen zu können und der Einhaltung der Verträge nicht im Weg zu stehen, wolle man das Impfzentrum nun früher dicht machen. Ein Schritt, den die Stadt aufgrund der dort zurückgehenden Impfzahlen für richtig hält.

Bis zum 18. September wird das Impfzentrum in Bielefeld wie gewohnt jeden Tag zu den gewohnten Zeiten Corona-Impfungen anbieten. Nach der Schließung soll es dann möglichst viele mobile Impfangebote für die Bürger der Stadt geben, so Nürnberger weiter. Diese Angebote standen bereits in mehreren Stadteilen zur Verfügung – etwa auf der Kirmes an der Radrennbahn, im Freibad Hillegossen und an der SchücoArena. "Wir müssen die Bielefelderinnen und Bielefelder dort ansprechen, wo sie sich aufhalten", betonte der Krisenstabsleiter.

Krisenstabsleiter lobt Impfquote in Bielefeld

So hatte zum Beispiel Arminia Bielefeld beim vergangenen Testspiel Impfungen vor Ort angeboten. Das Impfzentrum werde derzeit täglich nur noch von knapp 800 Menschen besucht, sei jedoch auf 2000 Personen pro Tag ausgelegt, weswegen die dort groß angelegte Infrastruktur nicht mehr notwendig sei, meint Ingo Nürnberger. Dem Team des Impfzentrums dankte der Krisenstabsleiter für das bisher geleistete Engagement. "Auch wenn wir noch viel Arbeit vor uns haben, steht Bielefeld bei der Impfquote gut da." 

In der ostwestfälischen Stadt sind bislang (Stand: 4. August) knapp 186.000 Personen komplett gegen das Coronavirus geimpft. Etwa 101.000 davon wurden im Impfzentrum immunisiert.

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