1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Bielefeld
  4. >
  5. Bielefeld: Vergewaltigungen durch Arzt – Razzia im Klinikum Bethel

  6. >

Akten manipuliert?

Vergewaltigungs-Serie durch Arzt: Razzia im Klinikum Bethel

Bielefeld

Die Vergewaltigungen durch einen mittlerweile verstorbenen Arzt im Klinikum Bethel beschäftigten die Ermittler noch immer. Nun wurden die Räume des Krankenhauses durchsucht.

Von Sohrab Dabir

Am Mittwoch hat es am Klinikum Bethel eine Razzia gegeben. (Archivbild) Foto: dpa

Wusste das Evangelische Klinikum Bethel mehr von den Vergewaltigungen, als es bislang zugab? Der Fall lässt die Ermittler auch Monate nach dem Tod des Tatverdächtigen nicht los. Am Mittwoch (2. März) hat es eine Razzia im Bielefelder Krankenhaus gegeben.

Schon länger stehen mehrere Ärzte und die Krankenhaus-Leitung unter Verdacht, Hinweise, wonach der Arzt seine Patientinnen betäubt und vergewaltigt haben soll, nicht ernst genug genommen zu haben. Auch wenn es nie zu einer Klage gegen das Klinikum Bethel in Bielefeld kam, blieben die Verantwortlichen weiter im Visier der Ermittler.

Klinikum Bethel: Wurden Patientenakten manipuliert?

Wie das Westfalen-Blatt berichtet, soll der Grund für die Razzia eine mögliche Manipulation von Patientenakten durch das Klinikum Bethel sein. Gegen die Vorgesetzten des Arztes, der sich nach kurz seiner Festnahme das Leben genommen hatte, wird nun wegen Beihilfe zur Vergewaltigung durch Unterlassen ermittelt. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld kündigte an, im Laufe des Tages eine Erklärung zum Polizeieinsatz am Mittwoch abgeben zu wollen.

Bei der Razzia durchsuchten die Polizisten die Klinik-Räume nach Unterlagen, die für das bevorstehende Ermittlungsverfahren relevant sein könnten. Philipp G. soll über mehrere Monate hinweg über 30 Frauen betäubt und anschließend im Klinikum Bethel vergewaltigt haben. Von den Taten fertigte der Mann zudem Videoaufnahmen an.

Startseite
ANZEIGE