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Razzia im Krankenhaus

Beihilfe zur Vergewaltigung? Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Klinikum Bethel

Bielefeld

Nachdem es am Mittwoch eine Razzia im Klinikum Bethel gegeben hatte, gab es nun Details zum Einsatz. Gegen die Geschäftsführung werden schwere Vorwürfe laut.

Von Sohrab Dabir

Am Mittwoch hatte es im Klinikum Bethel eine Razzia gegeben. (Symbolbild) Foto: Rolf Vennenbernd

Das Klinikum Bethel steht weiterhin im Visier der Ermittler: Nachdem es am Mittwoch im Bielefelder Krankenhaus eine Razzia gegeben hatte, haben sich nun die städtische Polizei sowie die Staatsanwaltschaft Duisburg zur Sache geäußert.

So wurde das Ermittlungsverfahren gegen Verantwortliche des Evangelischen Klinikums Bethel wieder aufgenommen. Im Raum steht unter anderem der Vorwurf der Beihilfe zur Vergewaltigung durch Unterlassen. Im vergangenen Jahr waren die ursprünglichen Ermittlungen gegen die Verantwortlichen aus Bielefeld erst eingestellt worden.

Was wusste das Klinikum Bethel über die Vergewaltigungen?

Der 30-jährige Philipp G. hatte über einen längeren Zeitraum hinweg knapp 30 Patientinnen zunächst betäubt und anschließend in seiner Praxis im Klinikum Bethel vergewaltigt. Die Taten nahm er zudem auf Video auf. Nach seiner Festnahme hatte sich der Mann in seiner Zelle das Leben genommen. Der Krankenhaus-Führung wird vorgeworfen, bereits im Jahr 2019 von den Vorwürfen gegen ihren Assistenzarzt gewusst, jedoch nichts dagegen unternommen zu haben. In der Folge soll es zu weiteren Vergewaltigungen gekommen sein.

Seitdem das Verfahren gegen das Klinikum Bethel wieder aufgenommen wurde, sind sämtliche identifizierten Opfer von Philipp G. vom Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei Bielefeld über ihren Missbrauch unterrichtet worden, heißt es in der Pressemitteilung. Auf Antrag der Duisburger Staatsanwaltschaft wurden die Beschlüsse zur Durchsuchung der Räume des Krankenhauses am Mittwoch bewilligt. Neben Personalakten des Tatverdächtigen konnten auch Unterlagen aufgefunden werden, die Informationen über die krankenhausinterne Untersuchung in dem Fall Aufschluss geben. Die Dokumente sollen nun überprüft werden.

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