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Wildherde im Teutoburger Wald

Kein Totalabschuss der Bielefelder Mufflons: Prozess geht in die nächste Runde

Bielefeld

Eine weitere Runde im Kampf um die Mufflons. Die Stiftung, die das Waldstück bestitzt, will erneut vor Gericht ziehen.

Von Sven Haverkamp

Bielefeld: Die Mufflon-Herde im Teutoburger Wald wird vermutlich doch nicht zum Abschuss freigegeben (Symbolbild) Foto: Frank Rumpenhorst/dpa

Update: 3. August. Wie das WB berichtet, kommt es offenbar zu einem erneuten Prozess gegen die Stadt Bielefeld. Die Klasing'schen Stiftungen, rechtmäßige Besitzer des Walsstücks in dem die Mufflon-Herde lebt, scheinen mit dem Ergebnis der Untersuchung durch die Stadt überhaupt nicht zufrieden zu sein. 

Da es durch Störfaktoren wie den Borkenkäfer und die Dürre kaum nachvollziehbar sei, wieviel Schaden die Mufflons tatsächlich an den Bäumen anrichten, wurde seitens der Stadt genehmigt, dass fünf der insgesamt 15 Tiere abgeschossen werden dürften. Dagagen wollen die Stiftungen nun gerichtlich vorgehen.

Erneute Wendung im Fall der Bielefelder Mufflons

Erstmeldung vom 30. Juli 2021. Die kleine Mufflon-Herde im Teutoburger Wald oberhalb Bielefelds sorgt für ein Auf und Ab der Gefühle. Viele sehen die Tiere, die seit den 1960ern in dem Waldstück leben, als Teil der Stadt und kmpfen für für ihren Erhalt. 

Die Besitzer des Waldstücks beschweren sich jedoch über die Schäden, die die Herde an den Bäumen anrichtet. Die August Klasingsche Familienstiftung aus Bielefeld, der ein Teil des Walds gehört, in dem die Wildschafe leben, fordert deshalb schon seit 2011, dass die Tiere umgesiedelt werden. Andernfalls sollen sie zum Abschuss freigegeben werden. Pro Jahr richten die Mufflons im Wald einen finanziellen Schaden von etwa 5000 Euro an. 

Mufflons in Bielefeld: Totalabschuss verhindert

Die Stadt Bielefeld hat das Mufflon-Revier der Stiftung nun auf Schäden untersucht. Das Ergebnis: Hauptsächlich Fichten und Echsen werden von den Tieren beschädigt. Andere Faktoren wie der Borkenkäfer, der Klimawandel oder das Eschentriebsterben seien aber ebenso schädlich für die Bäume. Deshalb sei kein Unterschied zu Waldgebieten zu erkennen, in denen keine Mufflons leben: 

Stadt Bielefeld

Nun wurde der Stifutng das Angebot gemacht, die Schäden erneut zu untersuchen und daraufhin ein weiteres Gutachten zu erstellen, Darauf basierend solle dann erneut über den Abschuss der Bielefelder Mufflons entschieden werden. 

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