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Änderungen bei der Quarantänepflicht

Krisenstabsleiter fordert neue Corona-Regeln für Schulen

Bielefeld

Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger ist unzufrieden mit den Quarantäneregeln für die Schulen. Er fordert eine grundlegende Änderung.

Von Dario Teschner

Bielefelds Krisenstabsleiter übt Kritik an den Corona-Regeln in den Schulen und fordert eine Änderung. (Symbolbild) Foto: Guido Kirchner/dpa

Über die Corona-Schutzmaßnahmen in Schulen gehen die Meinungen aktuell weit auseinander. An mehreren Grundschulen in Bielefeld beklagen sich Mütter und Väter über unklare Regeln. Einige Eltern sind wegen einer "Durchseuchung" an den NRW-Schulen besorgt, denn die Infektionszahlen bei jüngeren Schülern sind stark gestiegen.

Auch die Quarantänepflicht löst derzeit eine heftige Debatte aus. Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger fordert von der NRW-Landesregierung, die Quarantäneregeln für die Schulen so zu ändern, dass sich künftig nur noch die infizierten Schülerinnen und Schüler in häusliche Isolation begeben müssen. Beim Städtetag in Bielefeld, der aufgrund der Coronavirus-Pandemie nur digital stattfand, verwies er darauf, dass zu diesem Thema bereits große Übereinstimmung herrsche.

Bielefeld: Corona-Lage in Schulen unter Kontrolle

Nach Angaben von Ingo Nürnberger sei die Corona-Lage in den Schulen aufgrund der laufenden Tests unter Kontrolle. Die 7-Tage-Inzidenz in Bielefeld ist zuletzt zwar besonders im Kindesalter angestiegen, jedoch würden sich die Mädchen und Jungen meist in der Familie oder im Freizeitbereich mit Corona infizieren und nicht in der Schule, erklärt der Krisenstabsleiter. 

In Bielefeld habe es am Dienstag (31. August) 35 Infektionsfälle in Schulen gegeben. Nur in vier Fällen seien es mehr als eine Infektion gewesen, was durch das Testen bereits aufgedeckt worden sei. Nürnberger lobte die gute Arbeit in den Bildungseinrichtungen: Durch Abstandsregeln, gegenseitige Rücksichtnahme und durch die Einhaltung der Maskenpflicht seien die Schülerinnen und Schüler hier gut geschützt. 

Bielefeld: Nürnberger strebt Änderungen bei Quarantäneregeln in Schulen an

Nach Auffassung von Bielefelds Krisenstabsleiter hätten die aktuell geltenden Quarantäneregeln in den Klassenzimmern „rechts, links, vorne, hinten“ nichts mehr mit dem Praxisalltag in den Schulen zu tun. Die NRW-Landesregierung müsse seiner Meinung nach nun tätig werden und die Schutzmaßnahmen anpassen. Bis es so weit sei, würde man jeden Einzelfall prüfen, um zu entscheiden, welche Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt werden müssen und welche nicht. Nürnberger möchte diese Zahl auf ein "absolutes Minimum" reduzieren.

Obwohl sich in Nordrhein-Westfalen inzwischen über 30.000 Schüler in häuslicher Quarantäne befinden, hält das Land NRW an den aktuellen Corona-Regeln fest und möchte vorerst keine Änderungen einführen. "Unsere Schutzmaßnahmen greifen", erklärte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) dazu am Mittwoch (1. September) im Düsseldorfer Landtag. 

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