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Andauernde Trockenheit

Waldbrandgefahr: Welche Maßnahmen ergreift Bielefeld?

Bielefeld

Aufgrund der anhaltenden Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr in Bielefeld und OWL stetig an. Jetzt wurden einige Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Von Dario Teschner

Um Waldbrände wie hier in Südfrankreich in Bielefeld und Ostwestfalen zu vermeiden, wurden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen. Foto: Uncredited/Service Communication-Protocole SDIS 33/AP/dpa

Die Einsatzkräfte in Frankreich, Spanien und Portugal sind wegen andauernder Waldbrände nach wie vor im Dauereinsatz. Bei Temperaturen um die 40 Grad wird den Löschtrupps ihr ganzes Können abverlangt. 

Am Dienstag (19. Juli) erreicht die Hitzewelle in Nordrhein-Westfalen ihren Höhepunkt und verbreitet warnen Wetterexperten und Rettungsdienste auch hierzulande vor erhöhter Waldbrandgefahr. Um ein mögliches Feuer frühzeitig zu erkennen, hat das NRW-Innenministerium jetzt Überwachungsflüge in Bielefeld und OWL angeordnet. 

Bielefeld: Zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe gilt

Für Dienstag (19. Juli) und Mittwoch (20. Juli) sind in Ostwestfalen die ersten Überwachungsflüge vorgesehen. Zwei Flüge pro Tag, einen vormittags, den anderen nachmittags, soll es geben. Da in der Region bereits die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe gilt, wollen die Verantwortlichen mit dieser Maßnahme Vorsorge betreiben. 

Im Zickzack-Kurs werden gefährdete Gebiete wie etwa die Senne, große Moorflächen und sämtliche Waldgebiete aus der Luft beurteilt. Ein Pilot des Luftsportvereins Oerlinghausen, ein Mitglied des Regionalforstamts sowie Feuerwehrkräfte beteiligen sich an den Überwachungsflügen in Bielefeld und Umgebung. Diese wurden von der NRW-Landesregierung zunächst bis einschließlich Mittwoch angeordnet und je nach Lage ausgeweitet.

Bielefeld: Grillplätze wegen Waldbrandgefahr gesperrt

Da in Bielefeld seit Montag (18. Juli) die zweithöchste Warnstufe für Waldbrandgefahr gilt, dürfen die öffentlichen Feuerstätten und Grillplätze derzeit nicht benutzt werden. Auch das Rauchen ist dort verboten. Alle elf Grillplätze sind vorsorglich gesperrt worden und werden erst wieder eröffnet, wenn sich die Lage deutlich entspannt hat. Doch ein Ende der andauernden Trockenheit ist vorerst nicht abzusehen, auch wenn sich das Wetter ab Mittwoch etwas abkühlen sollte und Regen erwartet wird.

Die Einsatzkräfte in Bielefeld haben sich bestmöglich auf drohende Brandszenarien vorbereitet. Sie sind geschult und haben erst im vergangenen November eine Großübung zum Themenschwerpunkt „Waldbrand“ absolviert. Um ein Feuer in Gebieten zu bekämpfen, die nur schwer zugänglich sind und an denen es keine ausreichende Wasserversorgung gibt, ist die Feuerwehr mit großen Tanklöschfahrzeugen und Schlauchwagen ausgestattet. So könnten problemlos etwa zwei Kilometer lange Löschschläuche verlegt werden.

NRW-Innenminister Herbert Reul appelliert an die Bevölkerung

Sollten Personen auf einen Brand aufmerksam werden, wird darum gebeten, das Feuer, wenn möglich, selbst zu löschen. Oberste Priorität habe dabei jedoch die eigene Sicherheit. Bei größeren Bränden werde daher dringend empfohlen, die Feuerwehr zu rufen. Generell ist das Rauchen und Grillen sowie das Abstellen von Autos auf trockenen Untergründen strikt untersagt.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) bittet die Bevölkerung, die ausgesprochenen Warnungen der Städte und Kommunen ernstzunehmen und sich an die Verbote zu halten. „Wer ein entstehendes Feuer erkennt, sollte versuchen, es zu löschen - ohne sich selbst zu gefährden und zumindest umgehend die Feuerwehr rufen. Wegsehen und Nicht-Handeln sind - im wahrsten Sinne des Wortes - brandgefährlich“, sagte Reul der Deutschen Presse-Agentur (dpa). 

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