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Petition

Reger Protest gegen Sperrung des Waldhofs in Bielefeld

Bielefeld 

Im Zuge des Projektes altstadt.raum ist seit Kurzem auch die Straße "Waldhof" autofrei. Sehr zum Unmut vieler, teils prominenter Bielefelder Bürger. 

Von Sven Haverkamp

Eine kleine aber sehr wichtige Straße: Der Waldhof in Bielefeld.  Foto: Google Maps

Ende Mai wurde bekannt, dass die Innenstadt von Bielefeld schon ab Juni zu einem großen Teil autofrei werden sollte. Durch das Projekt "altstadt.raum" soll Raum entstehen für Flaniermeilen, Pop-Up Verkaufsstände, Feste und Veranstaltungen, Sitzgelegenheiten und Begrünung, Spielplätze, Sportgeräte und vieles mehr. Die Ziele des Projektes sind, so die Stadtverwaltung, „die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Bielefelder Altstadt zu stärken“, heißt es auf altstadtraum.de.

Bielefeld: Sperrung des Waldhofs sorgt für Gegenwind

Testweise soll das Projekt "altstadt.raum" bis Februar 2022 laufen. Beschlossen wurde es im Stadtrat von SPD, Grünen und Linken. Dagegen stimmten CDU und FDP. Sie forderten zudem eine Verkürzung der Testphase bis Oktober 2021, damit das wichtige Weihnachtsgeschäft in Bielefeld nicht darunter leide. Eines der Hauptargumente der Gegner des Projektes sind nämlich seit Beginn die befürchteten gravierenden Nachteile für den Einzelhandel. 

Eine Sorge, die auch die Bielefelder Geschäftleute teilen. Allen voran Marcel Lossie (44). Der Veranstaltungskaufmann aus Bielefeld startete jüngst eine Petition gegen die Sperrung des Waldhofes. Die kurze Straße, die eine wichtige Zufahrt von der Artur-Ladebeck-Straße in die Altstadt darstellt, ist seit Kurzem ebenfalls autofrei.

Petition gegen gestepprten Waldhof in Bielefeld

Die Petition ging erst am Freitagnachmittag (20. August) online und hat bis Montag (23. August) schon 3100 Unterzeichner, auch berühmte Bielefelder Namen wie Oliver Seidensticker und Ortwin Goldbeck sind unter den Signaturen zu sehen. Die Mindestanzahl an Unterschriften von 2500 war schon am Sonntagmittag (22. August) erreicht worden, wie das WB berichtet

Initiator Lossie sieht in der Sperrung des Waldhofs in Bielefeld reinen Aktionismus, der aber unterm Strich sein Ziel verfehlt, wie er dem WB gegenüber mitteilt: "Emissionen in der Bielefelder Innenstadt sollen reduziert werden. Durch die Sperrung der Straße Waldhof wird Gegenteiliges erreicht. Verkehrschaos, Staus, höhere Pkw-Aufkommen in kleineren Nebenstraßen und überflüssige Umwege (z.B. über die Kreuzstraße), die eine erhöhte CO² Emission verursachen, sind die Konsequenz." Grundsätzlich begrüße er das Projekt zwar sehr, dieser Schritt sei jedoch "ohne Augenmaß umgesetzt", so Lossie. 

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