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Corona bremste Suche aus

Bombe unter Haus vermutet – Grabungen in dieser Woche

In Bielefeld wird unter einem Wohnhaus eine Bombe vermutet. Der Corona-Lockdown bremste die Suche nach dem Blindgänger jedoch aus. Jetzt soll sie weitergehen.

Von Dario Teschner

Bielefeld – Befindet sich In der Siedlung Grafenheide unter einem Wohnhaus eine Fliegerbombe? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Experten des Kampfmittelräumdienstes schon eine ganze Weile. Die Suche nach dem Blindgänger in Bielefeld musste jedoch im Januar abgebrochen werden. Grund war das Coronavirus* und der damit verbundene Lockdown in Deutschland. Nun sollen die geplanten Grabungen starten.

StadtBielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Bielefeld: Bombe in Grafenheide? Suche soll fortgesetzt werden

Im vergangenen Oktober haben mehrere Untersuchungen den Verdacht erhärtet, dass unter einem Wohnhaus am Ende der Siedlung Grafenheide eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg im Erdreich liegen könnte, die damals nicht detoniert war. Die Auswertung von Luftbildaufnahmen, die im Zuge des Breitbandausbaus in Bielefeld gemacht wurden, hatten schon 2019 auf diesen Umstand hingewiesen.

Nachdem der Lockdown die Suche nach dem Sprengkörper unterbrochen hatte, soll nun spätestens am Mittwoch oder Donnerstag (28./29. April) die Sachlage geklärt sein, berichtet das Westfalen-Blatt. Sollte sich tatsächlich eine Fliegerbombe unter dem Gebäude befinden, könnte die Wohnsiedlung noch in dieser Woche evakuiert werden. Die Grabung unter dem Keller des Hauses wird für Klarheit sorgen, ob es sich bei dem Verdachtspunkt um einen Blindgänger oder um Metallreste handelt. Seit 2019 leben die Bewohner schon mit dieser Ungewissheit.

Bielefeld: Suche nach Bombe – Corona-Lage auf ähnlichem Niveau wie im Januar

Im Januar hatte man die Suche nach der Fliegerbombe noch aufgrund des hohen Infektionsgeschehens verschoben. An der angespannten Corona-Lage hat sich aktuell nicht viel verändert. In Bielefeld gilt die Bundes-Notbremse und mit dieser sind strengere Corona-Regeln* verbunden. Doch jetzt scheinen die Verantwortlichen die Evakuierungsmaßnahmen riskieren zu wollen. Die Entscheidung sei mit einigen Wochen Vorlauf gefallen, als die Corona-Infektionszahlen niedriger waren, berichtet das WB.

Darüber hinaus mussten aufgrund der möglichen Bombe einige Bauvorhaben in Bielefeld gestoppt werden. Man könne die Bauherren nicht länger warten lassen, heißt es weiter. Eine Fachfirma beginnt am Mittwoch mit der Grabung. Die Bodenplatte des Kellers, unter der sich der Blindgänger befinden soll, sei bereits entfernt worden. Sollte bei den Erdarbeiten tatsächlich eine Fliegerbombe gefunden werden, würden umgehend die Experten des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg zum Einsatz kommen.

Erst kürzlich wurde in einer anderen Großstadt in Ostwestfalen* ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt: Die Entschärfung der Bombe in Paderborn war erfolgreich und ging am Mittwoch (14. April) problemlos über die Bühne, sodass die rund 700 Anwohner in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren konnten. (*msl24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.)

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