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Bielefeld-Bethel

Corona-Mutation aus Südafrika nachgewiesen: Aufnahmestopp in Kinderchirurgie

Die Coronavirus-Mutation aus Südafrika hat Bielefeld erreicht. Zuerst infizierte sich eine Mitarbeiterin der Kinderchirurgie in Bethel. Nun traf der Krisenstab eine Entscheidung.

Von Sven Haverkamp

Bielefeld – Bereits am Mittwoch (3. Februar) wurde in der Klinik für Kinderchirurgie im Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB) der erste Fall einer Coronavirus-Mutation aus Südafrika festgestellt. Bei den regelmäßigen Tests des Personals war die Infektion mit der Coronavirus-Variante B 1.351 bei einer Mitarbeiterin entdeckt worden.

Der ärztliche Direktor des Kinderzentrums Bethel in Bielefeld, Prof. Eckard Hamelmann, gab in einer Mitteilung gegenüber Radio Bielefeld an, dass es „bislang keinen Hinweis für einen unkontrollierten Ausbruch“ gebe. Die Infektion sei frühzeitig erkannt worden, weshalb umgehend alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden konnten. Aktuell herrscht aufgrund der Corona-Infektion ein Aufnahmestopp für die Kinderchirurgie in Bethel.

StadtBielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Bielefeld: Corona-Mutation führt zu veränderten Tests

Im Klinikum Bethel werden nun alle Patienten und Angestellten auf die Corona-Mutation aus Südafrika* getestet. Personen, die Kontakt mit der infizierten Mitarbeiterin hatten, mussten sich unmittelbar in Quarantäne begeben. Dieser erste Fall einer Infektion mit der Corona-Variante aus Südafrika veranlasste den Krisenstab in Bielefeld (Ostwestfalen*) nun zu einer Änderung im Testverfahren.

Demnach sollen nun für mindestens zwei Wochen alle Menschen aus Bielefeld, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, auch direkt auf mögliche Virus-Mutationen getestet werden. Die südafrikanische Variante des Coronavirus* gilt nicht als gefährlicher, soll jedoch leichter übertragbar sein.

Coronavirus-Mutationen in Bielefeld: Varianten aus Großbritannien und Südafrika

Neben der Mutation aus Südafrika wurde Ende Januar auch die Corona-Variante aus Großbritannien bereits in Bielefeld nachgewiesen. Dies bestätigte die Stadtverwaltung am 29. Januar. Wo sich die nachgewiesenen Fälle mit der britischen Mutation angesteckt haben, ist noch unklar. Sie befinden sich ebenfalls in Quarantäne.

Doch nicht nur in Bielefeld finden sich mittlerweile Fälle der Coronavirus-Mutationen. Ebenfalls wurde in den Nachbarkreisen Gütersloh und Lippe die britische Corona-Variante bereits nachgewiesen. Auch wenn von Experten bezweifelt wird, dass die Mutationen gefährlicher sind, so breiten sie sich sehr schnell aus. In Münster*, der Stadt, die aktuell den niedrigsten Inzidenzwert in NRW aufweist (30,8 am 4. Februar), könnte die britische Variante durch die hohe Ansteckungsgefahr diesen Wert wieder in die Höhe schnellen lassen. Denn auch in Münster wurden nun bereits drei Fälle von Infektionen mit der britischen Corona-Mutation* bekannt. (*Msl24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Netzwerkes.)

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