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Bielefeld

Corona-Mutation in OWL: Neue Fälle aufgetaucht

In Ostwestfalen wurde die britische Corona-Mutation nachgewiesen. In Bielefeld sowie in den Kreisen Paderborn, Gütersloh und Lippe traten Fälle auf. Diese häufen sich nun.

Von Dario Teschner

Update: 2. Februar, 18.47 Uhr. In Ostwestfalen wurde bereits bei einigen Patienten die Corona-Mutation aus Großbritannien nachgewiesen. Aus dem Kreis Gütersloh sind nun offenbar fünf weitere Fälle hinzugekommen. Anne Bunte, Leiterin des Gesundheitsamts, verfolgt die Entwicklung mit Sorge. Bei den betroffenen Personen soll es sich wieder nicht um Reiserückkehrer handeln. Bei der Nachverfolgung der Infektionsketten tappe man zudem im Dunkeln. Jeweils die kompletten Haushalte hätten sich mit der Coronavirus Variante aus Großbritannien angesteckt, berichten mehrere Medien. Die britische Mutation gilt nach wie vor als besonders infektiös.

Auch der Kreis Lippe meldet neue Fälle. Die Zahl der Infektionen mit der britischen Corona-Mutation stieg hier auf 6. Es gibt offenbar Verbindungen nach Paderborn, denn die Infizierten sollen in einem Unternehmen im Kreis Paderborn berufstätig sein. Bereits am Wochenende war der Verdacht aufgekommen, dass sich die Personen im Arbeitsumfeld angesteckt hätten. Das Gesundheitsamt konnte dies nun bestätigen. Um welchen Betrieb es sich handelt, ist nicht bekannt.

Corona-Mutation aus Großbritannien: Mehrere Menschen in OWL infiziert

Erstmeldung: 1. Februar. Die Angst vor den Coronavirus-Mutationen* in Deutschland ist nach wie vor präsent. Virologen und Ärzte sind sich zwar noch nicht darüber einig, ob die unterschiedlichen Varianten des Coronavirus tödlicher sind, als die ursprüngliche Form des Virus. Mit ziemlicher Sicherheit breiten sich die Abwandlungen aber schneller aus.

Die Corona-Mutation aus Großbritannien tauchte mittlerweile mehrfach in Nordrhein-Westfalen (NRW) auf. Auch in Ostwestfalen* häufen sich die bestätigten Fälle. Bei mehreren Menschen, die sich in Bielefeld sowie in den Kreisen Paderborn, Gütersloh und Lippe mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert haben, wurde die neue Virus-Variante nachgewiesen.

Stadt:Bielefeld
Einwohner:334.195
Bundesland:NRW

Corona-Mutation in Ostwestfalen: Vier Personen in Bielefeld infiziert

Bereits am Freitag (29. Januar) wurden zufälligerweise in einem Labor die Proben von zwei Personen aus Bielefeld ausgewertet. Diese hatten sich mit dem Coronavirus* infiziert. Bei dem Test handelte es sich um ein vom Robert Koch-Institut (RKI) angeordnetes Laborscreening. Das Ergebnis der Untersuchung fiel eindeutig aus.

Die zwei Personen aus Bielefeld hatten sich nachweislich mit der Corona-Mutation aus Großbritannien angesteckt, woraufhin die Verantwortlichen der Stadt nicht lange zögerten und umgehend eingriffen. „Die beiden Personen und ihre Familien sowie die Kontaktpersonen der Kategorie I befinden sich in Quarantäne, Tests wurden veranlasst“, bestätigte Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger. Am Sonntag (31. Januar) musste die Zahl dennoch nach oben korrigiert werden. Inzwischen gebe es vier laborbestätigte Mutationsfälle, berichtet der WDR. Wo sich die Menschen infizierten, ist derzeit noch unklar.

Ostwestfalen: Corona-Mutation bereits in Paderborn nachgewiesen

Die Corona-Mutation B.1.1.7 wurde auch bei einer Frau und einem Mann aus dem Kreis Paderborn nachgewiesen, wie die Kreisverwaltung schon am Donnerstag (28. Januar) in einer Mitteilung bestätigte. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die beiden Fälle in keinem Zusammenhang zueinander stehen.

Wie die beiden Personen aus Paderborn sich angesteckt haben, ist jedoch noch unklar. Weder die Frau noch der Mann kamen von einer Reise zurück. Dass sich die beiden Personen mit der britischen Corona-Mutation infiziert hatten, ist ebenfalls im Rahmen einer Routinetestung aufgefallen. Die Variante B.1.1.7 wurde erstmals in England nachgewiesen. Experten gehen davon aus, dass diese bis zu 70 Prozent ansteckender ist als der Urtypus.

Corona-Mutation auch im Kreis Gütersloh aufgetaucht – Verbindung nach Bielefeld?

Um die Ausbreitung der Corona-Mutationen möglichst zu verhindern, haben Bund und Länder sich beim vergangenen Corona-Gipfel auf schärfere Maßnahmen geeinigt. Die Menschen in Deutschland müssen seitdem beispielsweise beim Einkaufen eine FFP2-Maske oder eine OP-Maske tragen. Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist laut RKI in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen.

Lothar H. Wieler, Präsident des RKI, appellierte jedoch mit Blick auf die Corona-Mutationen: „Einen neuen starken Anstieg an Fallzahlen würden die Intensivstationen derzeit definitiv nicht verkraften.“ Nun tauchte die Virus-Variante B.1.1.7 auch im Kreis Gütersloh* auf. Auch dieser laborbestätigte Fall aus Ostwestfalen war ein Zufallstreffer. Die positive Probe war spezifisch auf die britische Mutation untersucht worden. Das Gesundheitsamt verfolgte die Infektionsketten nach. Offenbar gibt es eine Verbindung zu den Fällen in Bielefeld.

Ostwestfalen: Corona-Mutation aus Großbritannien erreicht auch den Kreis Lippe

Trotz der strengen Corona-Regeln wurde am Samstag (30. Januar) die britische Corona-Mutation auch im Kreis Lippe nachgewiesen. Hier seien, wie in Bielefeld, die Proben von vier Patienten positiv gewesen, berichtet der WDR. Die betroffenen Personen sollen sich untereinander kennen. Auch in diesem Fall leitete das örtliche Gesundheitsamt Quarantänemaßnahmen ein und ermittelte die Kontaktpersonen.

Nach jetzigem Kenntnisstand handelt es sich bei den Corona-Patienten ebenfalls nicht um Reiserückkehrer, wie der Kreis Lippe in einer Mitteilung erklärte. Obwohl die britische Mutation des Coronavirus offensichtlich ansteckender ist, sind sich die Experten relativ sicher, dass der mRNA-Impfstoff von Biontech und Pfizer* auch gegen die neuen Varianten des Erregers wirksam sein werden. (*msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerkes)

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