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Corona-Krise

Insolvenz bei Pimkie: Maßnahmen treffen Kunden und Mitarbeiter hart

Die Corona-Krise bringt viele Mode-Unternehmen in Schieflage. Nach Adler trifft es nun Pimkie. Die Mode-Kette gab nun harte Maßnahmen bekannt, die Folgen für Angestellte und Kunden haben.

Von Dario Teschner

Bielefeld/Paderborn/Bad Oeynhausen – Paukenschlag in der Modebranche. Nach Adler hat es nun auch die Modekette Pimkie erwischt. Wie mehrere Medien berichten, schließt das Unternehmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens rund die Hälfte alle Filialen in Deutschland. Auch nach dem Lockdown steht die überwiegend junge Kundschaft dann vor verschlossenen Türen. Läden in Bielefeld und Paderborn bleiben von der Pleite nicht verschont.

Modekette:Pimkie
CEO: Yann Hinsinger (7. Okt. 2019 – )
Gründer: Gérard Mulliez
Gründung: 1971

Pimkie schließt die Hälfte aller deutschen Filialen – Mitarbeiter und Kunden in Bielefeld und Paderborn betroffen

Etwa die Hälfte der 75 Filialen in Deutschland sollen schließen. Mitten in der Corona-Krise stehen knapp 150 MitarbeiterInnen vor der Kündigung. Laut Textilwirtschaft hätten die Gläubiger dem entsprechenden Insolvenzplan der Framode GmbH mit Sitz in Willstätt (Baden-Würrtemberg) einstimmig zugestimmt. Schon im Herbst 2020 war das Insolvenzverfahren auf den Weg gebracht worden.

„Wie bei vielen Unternehmen in unserer Branche hat die Corona-Pandemie Pimkie in ganz Europa stark belastet. Die Restrukturierung ermöglicht uns nun, in Deutschland mit über vierzig Stores präsent zu bleiben. Ich freue mich über den großen Teamgeist und die Loyalität unserer Mitarbeiter während der schwierigen Monate, die hinter uns liegen“, teilte Prokurist und Country Sales Manager Patrik Mesa Raya mit. Ende Februar werden auch die Standorte in Bielefeld und Paderborn aufgegeben.

Pimkie: Schließungen in Bielefeld und Paderborn – Filiale in Bad Oeynhausen soll bleiben

Während sich die Mitarbeiter und Kunden in den Städten Bielefeld und Paderborn von dem französischen Mode-Discounter Pimkie verabschieden müssen, soll eine Filiale in Ostwestfalen* am Leben gehalten werden. Das Geschäft in Bad Oeynhausen sei von den Schließungen nicht betroffen, berichtet das Westfalen-Blatt am Mittwoch (27. Januar). „Ohne die teilweise sicher schmerzhaften Anpassungen der Standortmieten hätte die weitere Existenz von Pimkie in Deutschland zweifellos infrage gestanden“, teilite Patrick van der Linden, operativer Geschäftsführer der Pimkie-Gruppe, in einer Mitteilung mit.

Nach eigenen Angaben versuche das Unternehmen im Rahmen des Insolvenzverfahrens möglichst viele Filialen zu retten. Der Ausbau des Digitalgeschäfts soll den Fortbestand der Mode-Kette vor dem endgültigen Ruin bewahren. Noch vor gut drei Jahren war Pimkie mit 150 Filialen in Deutschland vertreten und beschäftigte rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Mode-Unternehmen fuhr 2019 einen Umsatz von etwa 50 Millionen Euro ein. Doch das Coronavirus* verpasste der kompletten Branche einen harten Dämpfer.

Insolvenz bei Pimkie – auch andere Mode-Unternehmen in finanzieller Not wegen Corona

Neben der Mode-Kette Pimkie sind in den vergangenen Monaten auch weitere Unternehmen aus der Branche in finanzielle Schieflage geraten. Adler hatte zuletzt ebenfalls mit einem Insolvenzverfahren für Schlagzeilen gesorgt. Auch andere namhafte Betriebe wie, Esprit, Galeria Karstadt Kaufhof oder Hallhuber stehen vor Problemen. Das Weihnachtsgeschäft 2020 lief wegen der Verlängerung des Corona Lockdowns alles andere als rosig. Bis mindestens 14. Februar gelten strenge Corona-Regeln und eine Öffnung der Läden ist noch nicht in Sicht.

Trotz Corona-Lockdown sind einige Geschäfte in NRW weiterhin geöffnet. Experten aus der Mode-Branche befürchten, dass weitere Pleitewellen folgen werden. Zehntausende Modegeschäfte und über 100.000 Arbeitsplätze seien aktuell gefährdet. Nennenswerten Hilfen seitens des Staates seien bei vielen Unternehmern noch nicht angekommen. (*Msl24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.)

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