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Kuriose Polizeigeschichte aus Bielefeld

Knöllchen für „Guntram“: Mobiler Blitzer bekommt Strafzettel

Sonst ertappt er Raser auf frischer Tat – jetzt hat der mobile Blitzer „Guntram“ in Bielefeld selbst einen Strafzettel bekommen. Die Polizei erklärt die kuriose Situation.

Von Stefanie Masuch

Bielefeld – Seit April 2020 macht er in Bielefeld Jagd auf Raser – jetzt hat der mobile Blitzer „Guntram“ selbst ein Knöllchen erhalten. Das Gerät, das auf einem Anhänger abgestellt ist, stand mehrere Tage in der Sommerstraße im Ortsteil Brackwede. Dabei handelt es sich um eine Tempo-30-Zone.

StadtBielefeld
Bevölkerung333.090
BundeslandNRW

Bielefeld: Blitzer „Guntram“ bekommt ein Knöllchen von der Polizei

Der Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der den Blitzer „Guntram“ dort aufgestellt hatte, platzierte ihn zwei Meter von einer Einfahrt entfernt. Dort ist das Parken eigentlich nicht erlaubt – und schon gar nicht entgegen der Fahrtrichtung. Das dachte sich auch ein Polizeibeamter aus Bielefeld, der dem Gerät prompt einen Strafzettel verpasst. Kostenpunkt: 15 Euro.

Das Knöllchen für „Guntram“ sorgte sofort für Schlagzeilen und Belustigung in den sozialen Medien. Viele User vermuteten, dass durch den Strafzettel die bislang aufgenommenen Blitzerfotos in der Sommerstraße in Bielefeld ungültig sein könnten. Doch dann kam doch alles ganz anders.

Doch kein Knöllchen: Blitzer „Guntram“ hat Sonderberechtigung in Bielefeld

Die Polizei äußerte sich zu dem Strafzettel für „Guntram“ und stellte klar, dass für Blitzer gesonderte Regeln gelten. Das Abstellen vor der Einfahrt stellt daher kein Problem dar. Somit ist das Knöllchen ungültig und das Verfahren kann wieder eingestellt werden, wie das Westfalen-Blatt berichtet.

Auch die Blitzerfotos, die in der 30er-Zone in Bielefeld aufgenommen wurden, sind weiterhin gültig, versichert die Polizei. Es ist derzeit unklar, ob der Streifenpolizist von dieser Ausnahmeregelung keine Kenntnis hatte, oder ob Anwohnerbeschwerden dem Knöllchen für „Guntram“ vorausgegangen waren.

Strafzettel für „Guntram“ in Bielefeld: Wer hätte das Knöllchen bezahlen müssen?

Wäre der Strafzettel jedoch gültig gewesen, hätte der Mitarbeiter des Ordnungsamtes in Bielefeld die 15 Euro zahlen müssen, der „Guntram“ aufgestellt hatte. Von dieser Ausgabe bleibt der Angestellte nun jedoch verschont. Blitzer in NRW tragen oft Namen. So ist seit 2019 in Bielefeld auch ein Blitzer namens „Bernhard“ im Dienst.

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