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Corona-Demo in Berlin

„Querdenker“ sorgen am Bielefelder Bahnhof für Polizeieinsatz

Am Mittwoch finden in Berlin Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen statt. Auch aus Bielefeld wollten „Querdenker“ anreisen, sorgten zuvor jedoch für Probleme am Hauptbahnhof.

Von Sven Haverkamp

Bielefeld – Heute stimmt der Bundestag über die geplante Änderung des Infektionsschutzgesetzes ab. Darin enthalten ist auch die umstrittene Bundes-Notbremse inklusive der Ausgangssperre. Dies nehmen erklärte Gegner der Corona-Einschränkungen zum Anlass, an mehreren Stellen in Berlin zu demonstrieren. Unter anderem vor dem Bundestag. Dorthin wollten auch 13 Personen aus der „Querdenker“-Szene in Bielefeld anreisen, die sich deshalb am Mittwochmorgen (21. April) am Hauptbahnhof aufhielten.

StadtBielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Bielefeld: Polizeieinsatz wegen „Querdenkern“ am Hauptbahnhof

Die „Querdenker“ hatten Menschen aus ganz Deutschland dazu aufgerufen, an den Corona-Demos in Berlin teilzunehmen. Tausende Demonstranten wurden in der Hauptstadt angemeldet. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot auf den Tag vorbereitet. Vier Proteste wurden im Vorfeld verboten. 13 Personen aus Bielefeld waren am Mittwoch ebenfalls unterwegs in die Hauptstadt.

Da sie sich erwartungsgemäß nicht an die Corona-Vorschriften hielten, wurde der ICE, mit dem die Gruppe nach Berlin gelangen wollte, aufgehalten. Die Bundespolizei kam in Bielefeld zum Einsatz, um die 13 Personen zur Einhaltung der Auflagen zu bringen. Dies gelang auch, jedoch mussten sich die „Querdenker“ dadurch mit dem nächsten Zug begnügen, der sie in die Hauptstadt brachte.

Bielefeld zieht die Notbremse in der Corona-Pandemie

Unabhängig von der Bundes-Notbremse, die heute beschlossen werden soll, hat Bielefeld bereits am Dienstag (20. April) eine eigene Corona-Notbremse durchgesetzt. Im Rahmen der erwarteten Bundes-Notbremse greifen strengere Corona-Regeln ab einer Inzidenz von über 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen. Zu diesen neuen Einschränkungen zählen u.a. auch Distanzunterricht und Ausgangssperre. Gegen die Ausgangssperren in Bielefeld protestierte die „Antinationale Linke“ am Samstag (17. April), indem sie die Zugänge zu den Parteibüros der CDU und der SPD mit Absperrband und Paletten blockierten.

Am Hauptbahnhof in Bielefeld kam es jüngst zu einem Einsatz gegen „Querdenker“ Foto: Dario Teschner/owl24

Da die Inzidenz in Bielefeld bereits seit Wochen diesen Wert überschreitet, hat sich die Stadt mithilfe der Allgemeinverfügung dazu entschlossen, einige Einschränkungen der Bundes-Notbremse vorwegzunehmen und ab dem 20. April wieder Einschränkungen durchzusetzen, um die aktuelle dritte Welle der Corona-Pandemie* zu brechen. (*msl24.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA)

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