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Covid-19-Pandemie

Trotz Coronavirus: Shopping-Chaos in Bielefeld – Stadt greift härter durch

Rappelvolle Innenstadt trotz Corona-Lockdown. Am Wochenende spielten sich wegen des Black Friday in Bielefeld erschreckende Szenen ab – nun soll härter durchgegriffen werden.

Von Sven Haverkamp

Update: 15. Dezember. Ab dem 16. Dezember treten in ganz Deutschland schärfere Corona-Regeln in Kraft. Von den neuen Maßnahmen ist besonders der Einzelhandel betroffen. Viele Läden müssen ihre Türen bis mindestens 10. Januar schließen. Trotz des Lockdowns bleiben in NRW einige Geschäfte für Kunden geöffnet, die wir in einem Artikel für Sie zusammengefasst haben.

Bielefeld: Shopping-Chaos zur Weihnachtszeit trotz Coronavirus – Kunden verstoßen gegen Regeln

Erstmeldung: 30. November. Jeder weiß, dass die Innenstädte samstags meist besonders voll sind. Gerade zur Weihnachtszeit schieben sich die Menschenmassen durch die Straßen, immer auf der Suche nach dem perfekten Weihnachtsgeschenk oder dem nächsten Glühwein. Doch eigentlich sollte es in diesem Jahr ganz anders sein: Wegen des Coronavirus‘ fällt der Weihnachtsmarkt in Bielefeld beispielsweise komplett aus. Zu Groß ist die Gefahr von unkontrollierbaren Menschenansammlungen.

Dennoch hätte man am Freitag und Samstag (27. und 28. November) annehmen können, das alles wie immer sei. Wegen des Black-Friday-Wochenendes pilgerten Heerscharen von Schnäppchenjägern in die Innenstadt von Bielefeld. Verstöße gegen die Abstandsregelung und die Maskenpflicht waren die Folge. Nun will die Stadt reagieren.

Stadt Bielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Ausnahmezustand in Bielefeld: Krisenstab schickt Menschen nach Hause

Los ging es am Freitag. Nach einer Sitte aus den USA gilt der erste Freitag nach Thanksgiving als „Black Friday“. An diesem Tag, der das Weihnachtsgeschäft einläutet und inzwischen auf das ganze Wochenende oder gar die ganze Woche ausgedehnt werden kann, will der Einzelhandel die Käufer mit besonders radikalen Schnäppchen locken. Eine Strategie, die hervorragend funktioniert hat und die Menschen in Bielefeld die Lockdown-Regelungen scheinbar kurzzeitig vergessen ließ.

Am Freitag strömten dermaßen viele Shopping-Freunde in die Stadt, dass es schlichtweg unmöglich wurde, Abstände einzuhalten. Lange Schlangen vor den Geschäften sorgten für verstopfte Durchgänge und Gedränge. Gegen 18 Uhr wurde die Situation so prekär, dass sich der Corona-Krisenstab der Stadt Bielefeld sich dazu entschloss, die Menschen nach Hause zu schicken. Mitarbeiter des Ordnungsamtes baten die Passanten über Megafon, die Shopping-Passagen zu räumen.

Stadt Bielefeld kündigt strengere Maßnahmen gegen Corona-regelverstöße an

Der Leiter des Corona-Krisenstabs in Bielefeld zeigte sich entsetzt über das Verhalten der Menschen: „Ich bin der letzte, der den Leuten den Spaß am Einkaufen nehmen will, aber der Ansturm am Freitag war kein Spaß mehr. Der ‚Black Friday‘ war ein rabenschwarzer Tag für Bielefeld“, sagte Ingo Nürnberger gegenüber dem WB. Am Samstag hatte sich die Situation zwar leicht entschärft, war aber dennoch nicht tragbar.

Deshalb hat die Stadt Bielefeld nun angekündigt, Verstöße gegen die Maskenpflicht und die Abstandsregeln härter zu ahnden. Bislang seien die Menschen oft nur verwarnt worden. Doch nun werden Mitarbeiter des Ordnungsamtes noch größere Präsenz zeigen und bei jeder Zuwiderhandlung gegen die Corona-Vorschriften ein Verwarngeld von 50 Euro aussprechen. Gleichzeitig appelliert die Stadt weiter an die Vernunft der Bürger. Alle Infos zur Corona-Lage in Bielefeld bekommen Sie in unserem Newsticker.

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