Unbeschrankter Bahnübergang

Tödliches Zugunglück in Bielefeld – Ermittlungen stehen kurz vor dem Ende

Bei dem tödlichen Zugunglück in Bielefeld geht die Staatsanwaltschaft von einem Unfall aus. Die Ermittlungen stehen kurz vor dem Abschluss.

Von Dario Teschner

Bielefeld – Die Ermittlungen der polizeilichen Behörden stehen nach dem tödlichen Zugunglück in Bielefeld, bei dem ein Mann zu Tode kam, kurz vor dem Abschluss. Der Fußgänger wurde am Donnerstagabend (20. Mai) von einer herannahenden Eurobahn (RE82) erfasst, als er gerade dabei war, einen unbeschrankten Bahnübergang zu überqueren. Laut Staatsanwaltschaft handle es sich bei dem Vorfall mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen Unfall.

StadtBielefeld
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BundeslandNRW

Bielefeld: Zugunglück in Oldentrup – Ermittlungen zu der Identität des Toten

Das tödliche Zugunglück in Bielefeld gab den polizeilichen Ermittlern zunächst Rätsel auf. Auch die Herkunft des Toten stand zunächst nicht fest. Inzwischen konnte diese Frage offenbar geklärt werden: Bei dem Opfer handelt es sich laut Staatsanwaltschaft vermutlich um einen 65-jährigen Mann aus Oldentrup. Das ergab eine Untersuchung. Die Identität müsse allerdings noch per DNA-Abgleich bestätigt werden. Anfang Juni soll das Ergebnis der Rechtsmedizin vorliegen.

Bei der Unglücksursache sind die Ermittler offenbar ebenfalls ein großes Stück vorangekommen. Auf Anfrage des Westfalen-Blattes erklärte der ermittelnde Staatsanwalt Christopher York, dass es sich bei dem Zugunglück mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen tragischen Unfall handle. Die Indizien sprechen dafür, dass der 65-Jährige unbeabsichtigt vor den Zug des RE82 („Der Leineweber“) gelaufen sei. Beim Überqueren des unbeschrankten Bahnübergangs für Fußgänger und Radfahrer an der Scheckenheide hinter dem Marktkauf Oldentrup in Bielefeld bemerkte er die Eurobahn scheinbar zu spät und wurde von dieser schließlich erfasst.

Bielefeld: Notbremsung kann Zugunglück nicht mehr verhindern

Der RE82 verkehrt zwischen Detmold und Bielefeld und war am besagten Donnerstagabend in Richtung des Bahnhofs Oldentrup/Kreis Lippe unterwegs. Der Zugführer sah noch, wie der Fußgänger von der Scheckenheide kommend unvermittelt auf die Schienen lief. Er leitete umgehend eine Notbremsung ein. Doch der Mann wurde von dem Triebwagen der Eurobahn erfasst, der erst nach rund 150 Metern auf der Oldentruper Straße zum Stehen kam.

Umgehend wurden die Rettungskräfte alarmiert. Doch der Notarzt konnte nur noch den Tod des 65-Jährigen feststellen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft habe das Unfallopfer keine Drogen oder Alkohol konsumiert. Wodurch der Mann abgelenkt worden sein könnte, wissen die Behörden aktuell nicht. Kopfhörer zum Musikhören wurden nicht gefunden.

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