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Ermittlungen

Vergewaltigungen im Krankenhaus? Mehrere Strafanzeigen gegen leitende Ärzte

In Bielefeld wird gegen mehrere leitende Ärzte des Evangelischen Klinikums Bethel ermittelt. Sie sollen Vergewaltigungen wissentlich nicht verhindert haben.

Von Dario Teschner

Bielefeld – Wie viele Patientinnen sind im Evangelischen Klinikum Bethel Opfer einer Vergewaltigung geworden und hätten die Taten möglicherweise sogar verhindert werden können? Mit diesen Fragen müssen sich aktuell die Ermittler der Polizei in Bielefeld beschäftigen. Den Beamten liegen mehrere Strafanzeigen gegen leitende Ärzte vor, berichtet der WDR am Dienstag (12. Januar).

Stadt:Bielefeld
Einwohner334.195
BundeslandNRW

Bielefeld: Mindestens zwei Frauen im Klinikum Bethel betäubt und vergewaltigt

Im vergangenen Herbst war bekannt geworden, dass in dem Krankenhaus in Bielefeld mindestens zwei Frauen durch einen Arzt betäubt und vergewaltigt worden seien sollen. Der beschuldigte Mediziner hatte sich das Leben genommen**, kurz nachdem er von der Polizei festgenommen worden war. Doch mit seinem Tod endete der Fall noch nicht.

Mehrere ranghohe Ärzte werden beschuldigt von den mutmaßlichen Vergewaltigungen im Evangelischen Klinikum Bethel in Bielefeld gewusst zu haben und nichts unternommen zu haben. Gegen mehrere Personen wurde daraufhin Strafanzeige gestellt. „Aus Sicht eines der Vergewaltigungsopfer hätte mindestens eine weitere Tat verhindert werden können“, heißt es in dem WDR-Bericht.

Bielefeld: Wie viele Patientinnen wurde im Klinikum Bethel Opfer einer Vergewaltigung?

Wie viele Patientinnen von dem verstorbenen Arzt vergewaltigt worden sein sollen, ist bislang unklar. Bei dem mutmaßlichen Straftäter wurde gefilmtes Videomaterial sichergestellt. Nach Angaben des WDR zeigen die Aufnahmen jedoch mehr, als nur die beiden bekannten Missbrauchsfälle in Bielefeld. Nach dem Suizid des Mediziners wurde aber nicht weiter ermittelt.

Auch in einer benachbarten Stadt wurde ein ähnlicher Fall bekannt: In Gütersloh wird einem Arzt Vergewaltigung vorgeworfen, weil er sich angeblich an einer Patientin vergangen haben soll. Bei der Polizei meldete sich anschließen offenbar ein weiters Opfer.

**Hinweis der Redaktion: Generell berichten wir nicht über den Verdacht auf Suizid-Absichten, damit solche Fälle mögliche Nachahmer nicht ermutigen. Eine Berichterstattung findet nur dann statt, wenn die Umstände eine besondere öffentliche Aufmerksamkeit erfahren. Wenn Sie oder eine Ihnen bekannte Person unter einer existentiellen Lebenskrise oder Depressionen leidet, kontaktieren Sie bitte die kostenfreie Telefonseelsorge: 0800/1 11 01 11. Hilfe bietet auch der Krisendienst der Stadt Bielefeld: 0521/3 29 92 85.

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