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Neue Regeln in NRW

"Leben wie vor Corona": Weitreichende Lockerungen ab Freitag – Maskenpflicht fällt

Düsseldorf

Am Mittwoch hat NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann weitreichende Lockerungen angekündigt. Unter anderem soll die Maskenpflicht nicht mehr gelten – dafür müssen jedoch bestimmte Voraussetzungen gegeben sein.

Von Sohrab Dabir

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hat am Mittwoch (7. Juli) weitreichende Lockerungen der bisherigen Corona-Regeln mitgeteilt. Demnach solle ab Freitag (9. Juli) in Regionen, die eine Inzidenz unter zehn aufweisen, ein "Leben wie vor Corona", herrschen.

Dies bedeutet zum Beispiel für Städte wie Münster, wo die Inzidenz bei 5,1 liegt, dass ab Ende der Woche eine Inzidenzstufe 0 gilt. Das heißt: Die Kontaktbeschränkungen werden aufgehoben, auch die Maskenpflicht gilt nicht mehr – Ausnahmen gelten im Öffentlichen Nahverkehr, im Einzelhandel sowie in Arztpraxen. In Restaurants oder Musseen müsse demnach kein Mundschutz mehr getragen werden.

Münster: Normales Leben soll zurückkehren

"Wir wollen damit klarmachen, dass in allen Kreisen, in der die Inzidenz unter zehn liegt, Beschränkungen zurückgenommen werden, da wir sie nicht mehr Begründen können", erklärte Karl-Josef Laumann den Schritt, den NRW nun gehen wird. So soll ab Freitag eine weitgehende Normalisierung vieler Lebensbereiche ermöglicht werden.  

Der Gesundheitsminister stellte jedoch auch klar, dass wenn die Inzidenz in den Regionen wieder über zehn steigen sollte, Einschränkungen wieder eingeführt werden. "Wir haben die Pandemie nicht hinter uns, aber wir befinden uns in einer guten Lage." Folgende Lockerungen sollen ab Freitag in Städten und Kreisen gelten, in denen die Inzidenz unter zehn liegt. 

  • Das Tragen einer Maske ist keine Pflicht mehr, sondern wird nur noch empfohlen. Ausnahmen gelten im ÖPNV, im Einzelhandel und Arztpraxen.
  • Die bislang geltenden Abstandsregeln sind nur noch eine Empfehlung.
  • Es gibt keine Flächenbegrenzung im Einzelhandel mehr.
  • Keine Kontaktnachverfolgung bei Veranstaltungen bis zu 500 Teilnehmern.
  • Clubs und Diskotheken dürfen mit Hygienekonzept wieder öffnen. 
  • Sport kann ohne Beschränkung ausgeübt werden.
  • In Museen, Restaurants, Wochenmärkten etc. herrscht keine Maskenpflicht mehr
  • Musikfestivals sind wieder erlaubt.
  • Keine Beschränkungen für Messen und Märkte.
  • Keine Einschränkungen für Gastronomie, wenn es Abstände zwischen Tischen gibt.
  • Keine Maskenpflicht für Bedienpersonal, wenn Corona-Selbsttest alle 48 Stunden gemacht wird.
  • Festivals wie das Vainstream in Münster könnten ab Freitag theoretisch wieder stattfinden. Foto: Sohrab Dabir

Lockerungen in NRW "gerechtfertigt und verantwortbar"

Derzeit liegt die Inzidenz in 49 der 53 Städte in NRW unter zehn. Somit gelten die Lockerungen in den meisten Teilen des Bundeslandes. Karl-Josef Laumann bezeichnete die nun eingeführten Lockerungen als "gerechtfertig und verantwortbar". Auch auf die gefährliche und ansteckende Delta-Variante, wegen der die Stadt Münster neulich Reisende zur Vorsicht gemahnt hat, sei das Land gut vorbereitet.

Sollte sich die Corona-Mutation weiter ausbreiten, würde auch die Inzidenz weiter steigen und somit die bisherigen Corona-Maßnahmen greifen. "Unsere Coronaschutzverordnung gilt ja weiter." Die bisherige Stufenreglung sei nur um die neue Inzidenzstufe 0 erweitert worden. Bereits vor wenigen Tagen wurde bekannt gegeben, dass in Münster wieder die Kinos öffnen dürfen.

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