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Impfen gestartet

Coronavirus: Das sind die Standorte für die fünf Impfzentren im Münsterland

Sie sind derzeit die Hoffnung vieler Menschen: die Coronavirus-Impfstoffe. Im Münsterland werden derzeit fünf Impfzentren errichtet. Bei uns erfahren Sie, wo.

Von Sohrab Dabir

Update: 1. Dezember. Mittlerweile stehen die Standorte für die fünf Impfzentren im Münsterland fest. An den Standorten sollen im kommenden Jahr die verfügbaren Wirkstoffe den Menschen verabreicht werden, die sich dafür entscheiden. Zunächst werden jedoch Personen der „vulnerablen“ Gruppen sowie medizinisches Personal in Krankenhäusern geimpft. Eine Massenimpfung wird es in NRW vermutlich erst ab Sommer 2021 geben. Hier sind die Standorte der Impfzentren im Münsterland in der Übersicht:

  • Münster: Wie bereits berichtet wird das Impfzentrum auf dem Gelände der Halle Münsterland eingerichtet. Dort herrscht durch den momentanen Gastro- und Freizeit-Lockdown kein Betrieb und es steht ausreichend Platz zur Verfügung. „Der Aufbau der geplanten Impfzentren hat höchste Priorität, da mit der Impfung der Bevölkerung die entscheidende Wende der Pandemiebekämpfung einhergehen wird“, sagte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer. „Das wird für alle Beteiligten ein organisatorischer und logistischer Kraftakt werden.“ Wie nun bekannt wurde, soll das Impfzentrum in Münster bereits im Dezember eröffnen – doch dabei gibt es einen Haken. Auf msl24.de erhalten Sie zudem ausführliche Informationen zum Impfzentrum in Münster sowie alle wichtigen Infos rund um die Corona-Impfung.
  • Kreis Borken: Auch im Kreis Borken steht der Standort nun fest: „Standort des ‚Covid-Impfzentrums‘ für den Kreis Borken wird unser Interkommunaler Bauhof an der Ortsgrenze Gescher-Velen sein“, kündigte Landrat Kai Zwicker (CDU) am Freitag (27. November) in einer Pressekonferenz an. Die Aufbauarbeiten liefen derzeit auf Hochtouren, heißt es vom Kreis weiter. Das Impfzentrum soll noch vor Weihnachten fertig werden.
  • Kreis Coesfeld: Im Kreis Coesfeld fiel die Wahl für das Impfzentrum auf die Stadt Dülmen, und zwar in den Veranstaltungsräumen des Unternehmens Wiesmann. „Es ist ein Standort, der sich durch die zentrale Lage mit guter Anbindung, Erreichbarkeit und Parkraum sehr gut eignet“, sagt Landrat Christian Schulze Pellengahr (CDU) zu der Entscheidung am Montag (30. November). In den Wochen kommenden Wochen würden in Dülmen drei „Impf-Straßen“ errichtet.
  • Kreis Steinfurt: Wie bereits berichtet, wird der Kreis Steinfurt auf dem Gelände des Flughafens Münster-Osnabrück (FMO) ein Impfzentrum einrichten. Es soll am Terminal A entstehen. „Unser Ziel ist es, dass das Impfzentrum und auch die mobilen Impfteams Mitte Dezember einsatzbereit sind“, sagt Landrat und Krisenstabsleiter Martin Sommer (parteilos).
  • Kreis Warendorf: Statt in Ahlen wird das Impfzentrum des Kreises Warendorf in Ennigerloh entstehen, und zwar auf dem Gelände der dortigen Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) am Westring. „Ennigerloh ist der Mittelpunkt des Kreises und damit als Standort für unser Impfzentrum ideal“, erklärt Landrat Olaf Gericke. Enniogerloh liege zentral im Kreisgebiet, sei barrierefrei, rundherum gesichert, gut zugänglich und verfüge über ausreichend Parkplätze sowie eine Anbindung an den ÖPNV. Die Arbeiten laufen bereits: „Wir arbeiten mit Hochdruck daran, um bei diesem Jahrhundertereignis sofort einsatzbereit zu sein, sobald der Impfstoff verfügbar ist“, erklärt Gericke weiter.

Neben den Impfzentren sollen zudem mobile Teams diejenigen Menschen impfen, die zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen nicht zu den Standorten kommen können. Nachdem die „vulnerablen Gruppen“ sowie Mitarbeiter in Krankenhäusern und der Pflege Coronavirus-Impfungen erhalten haben, wird in einer zweiten Phase aus der Rest der Bevölkerung auf freiwilliger Basis geimpft. Dies würde dann statt in Impfzentren vor allem durch Hausärzte vor Ort geschehen, wie auch Landrat Gericke aus Warendorf ankündigte: „Voraussichtlich in der zweiten Impf-Phase wird die allgemeine Bevölkerung immunisiert, was nach derzeitigem Stand vorrangig durch die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte vor Ort geschehen soll.“

Seit dem 2. Dezember gelten in Deutschland strengere Coronavirus-Regeln. Neben einer Verlängerung des Gastro- und Freizeit-Lockdowns gibt es zudem neue Corona-Bestimmungen für den Einkauf und Supermärkte.

Kampf gegen das Coronavirus: Hier sind im Münsterland Impfzentren geplant

Erstmeldung: 20. November. Münster/Warendorf/Steinfurt – Das Jahr 2020 wird den meisten Menschen in schlechter Erinnerung bleiben. Die weltweite Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 hat das Leben auf den Kopf gestellt. Weit mehr als eine Million Menschen sind weltweit bis Ende November an den Folgen ihrer Covid-19-Erkrankung gestorben. Kein Wunder also, dass sich die Hoffnung der Menschen auf einen baldigen Impfstoff stützt.

Gute Nachrichten gab es bereits vor einigen Tagen: Das Mainzer Unternehmen Biontech hat einen Impfstoff entwickelt, der kurz vor der Zulassung steht. Auch zwei weitere Impfstoffe aus den USA könnten schon bald sämtliche Testphasen durchlaufen haben und freigegeben werden. Bis zu 95 prozentige Sicherheit sollen sie gegen eine Infektion mit dem Coronavirus geben. Diese erfreulichen Nachrichten haben bereits erste Planungen für Impfzentren angekurbelt.

StadtMünster
Einwohner315.293
BundeslandNRW

Corona-Impfzentren im Münsterland: Wann ist es soweit?

Auch die Stadt Münster soll bald ein Impfzentrum erhalten. Als möglicher Standort kommt die Halle Münsterland in Frage, die ausreichend Parkmöglichkeiten bietet. Doch auch im restlichen Münsterland laufen die Vorbereitungen. Der Kreis Steinfurt bereitet derzeit den Aufbau eines Impfzentrums am Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) vor. Generell soll es auch die Möglichkeit geben, Impfungen bei Personen zu Hause duchzuführen, die nicht mehr mobil sind.

Bis zu 1000 Menschen könnten täglich am FMO in Greven gegen das Coronavirus geimpft werden. Im Kreis Warendorf will die Stadt Ahlen ein Impfzentrum errichten. „Es würde logistisch einfach Sinn machen“, sagte Bürgermeister Alexander Berger dazu. So käme zum Beispiel das DRK-Heim am Henry-Dunant-Weg in Frage. Im vergangenen Sommer wurde hier bereits ein Corona-Testzentrum erbaut.

Etwa 50 Impfzentren sollen NRW-weit aufgebaut werden – in jedem Kreis sowie in jeder kreisfreien Stadt wie Münster. Die einzige Frage bleibt nur noch, wann der erste Impfstoff auf den Markt gelangt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rechnet frühestens im ersten Quartal des Jahres 2021 mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus. Bundeskanzlerin Angela Merkel zeigte sich beim EU-Gipfel ein wenig zuversichtlicher bezüglich eines Termins.

Angela Merkel glaubt an baldige Impfungen gegen Coronavirus

Sie glaubt, dass es bereits am Jahresende oder „sehr schnell nach der Jahreswende“ einen Impfstoff geben könnte. Laut EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen könnten die Impfstoffe von Biontec/Pfizer und Moderna schon in der zweiten Dezemberhälfte eine bedingte Marktzulassung bekommen. Sobald der Bund die nötigen Impfstoffe kauft, sind die Bundesländer für den logistischen Teil verantwortlich.

Für NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann werde das massenhafte impfen im kommenden Jahr eine „Mammutaufgabe“. Wie viele Impfzentren genau es in NRW letztlich geben wird, konnte der CDU-Politiker noch nicht sagen. „Ich werde nicht in jedem Dorf ein Impfzentrum machen können“, kündigte er jedoch bereits an. Zudem solle es bundesweite Regeln geben, welche Personengruppen zuerst geimpft werden sollen. Erwartet wird, dass zunächst Menschen aus Risikogruppen Zugang zu Impfungen erhalten werden. An der Halle Münsterland in Münster könnten sich also schon bald lange Schlangen bilden.

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