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Sicherheitskonzept aufgegangen

„Gewalt und Aggression dulden wir nirgends in Münster“: Polizei verhindert erneute Krawall-Nacht

Münster

Ungewohntes Bild in Münster: Feiernde Menschen waren am vergangenen Wochenende umgeben von einer Polizei-Hundertschaft. Dies war nach den Krawall-Nächten am Aasee notwendig.

Von Sohrab Dabir

Die Polizei zeigte am Wochenende in Münster Präsenz und verhinderte erneute Ausschreitungen (Symbolbild). Foto: Klaus-Dietmar Gabbert

Die Anwohner am Aasee konnten am vergangenen Wochenende wieder beruhigt schlafen. Nachdem es dort in Münster in den zurückliegenden Wochen wiederholt zu Ausschreitungen gekommen war, blieb es an diesem Wochenende ruhig. Grund war das neue Sicherheitskonzept, das Stadt und Polizei nun durchgesetzt hatten.

Die Aasee-Wiesen in Münster waren am Wochenende ab 21 Uhr komplett gesperrt. Die Befürchtungen, dass sich die Ausschreitungen auf andere Plätze in der Stadt verlagern würden, haben sich ebenfalls nicht bewahrheitet. Am Sonntag (20. Juni) verzeichnete die Polizei lediglich friedliche Feiern in der Stadt.

Party-Nächte in Münster bleiben ruhig

„Die gemeinsame Strategie von Stadt und Polizei ist aufgegangen. Es hat sich gelohnt, dass wir mit starken Kräften vor Ort waren“, resümierte Polizeipräsident Falk Schnabel das zurückliegende Wochenende. Bereits am frühen Abend waren Hundertschaften der Polizei auf den Einfallstraßen in Münster unterwegs. Verdächtige Fahrzeuge wurden bereits am Ortseingang angehalten und die Insassen kontrolliert. „Wir haben den Besuchern sozusagen schon am Ortseingang deutlich gemacht, dass wir Personen, die auf Gewalt aus sind, hier nicht dulden“, so Schnabel weiter.

Da das Aasee-Verbot Wirkung zeigte, kontrollierten die Beamten auch andere Party-Hotspots in Münster. Am Hafenplatz wurden etwa 150 bis 200 Personen festgestellt, von denen ungefähr 50 als potenzielle Störer identifiziert wurden. Die Gruppe wurde eng von den Einsatzkräften begleitet. Dabei blieb es friedlich. „Unsere Polizistinnen und Polizisten haben ein klares Zeichen gesetzt: Gewalt und Aggression dulden wir nirgends in Münster“, betonte Frank Schnabel.

Polizei Münster will auch an kommenden Wochenende Präsenz zeigen

Im Vergleich zu den Vorwochen, an denen es in Münster zu schweren Ausschreitungen gekommen war, fiel die Bilanz der Polizei an diesem Wochenende positiv aus. Zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen wurden 34 Platzverweise erteilt. Zwei Strafanzeigen musste gestellt werden – eine wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und eine wegen Beleidigung. Eine Person wurde zur Verhinderung von Straftaten in Gewahrsam genommen.

„Wir werden auch an den kommenden Wochenenden mit deutlicher Präsenz im Stadtgebiet unterwegs sein“, kündigte der Polizeipräsident an. „Es freut mich sehr, dass die gute Abstimmung zwischen Stadt und Polizei Münster erfolgreich war und das friedliche Bild unserer Stadt wieder hergestellt hat.“ Für die Feiernden bleibt zu hoffen, dass sie irgendwann auch ohne große Polizeipräsenz werden wieder friedlich in Münster feiern können.

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