1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Rettungsaktion in Münster: Feuerwehr kämpft gegen das Fischsterben

  6. >

Einsätze auch in Münster

Hitzewelle: Bäche trocknen aus – Fische kämpfen ums Überleben

Menschen, Tiere und Pflanzen leiden unter der Hitze. Besonders Fische sterben aktuell in großer Zahl. Deshalb helfen derzeit viele Menschen, die Tiere zu schützen. Auch die Feuerwehr ist im Einsatz.

Von Sohrab Dabir

Münsterland – Die aktuelle Hitze macht nicht nur vielen Menschen in Deutschland zu schaffen. Bei über 30 Grad leiden auch die Pflanzen und Tiere. Während eine Abkühlung am Badesee vielen Münsterländern durch die heißen Tage hilft, werden die Bäche für Fische immer mehr zur Gefahr.

Feuerwehr kämpft in Münster gegen das Fischsterben

In Münster sind derzeit viele Bäche auf einem historischen Tiefstand. Ein Bach ist komplett ausgetrocknet. Ein Todesurteil für die Fische. Um das Sterben der Tiere zu verhindern, ist die Feuerwehr Münster im Einsatz und pumpt Wasser in die ausgetrockneten Gewässer.

Auch viele Landwirte aus der Umgebung helfen mit. Einigen Tieren konnten gerettet werden. Für viele Fische kam jede Hilfe jedoch zu spät.

Einsatz für Fische: Rettungsaktion in Flüssen und Bächen

Seit Tagen sinkt der Wasserstand in Flüssen und Bächen im ganzen Münsterland massiv. Die Heimat vieler Fische trocknet langsam aus. In Hamminkeln haben sich deshalb schon kleinere Gruppen zusammengefunden, um die schuppigen Tiere zu retten. Insgesamt 2000 Hechte, Barsche und Rotaugen wurden bei der Aktion aus dem Fluss geholt und in einem Zuchtbetrieb ausgesetzt.

Rettung der Fische in Ottmarsbocholt

Auch in Senden kam es zu einer Rettungsaktion: Am Saalmann See in Ottmarsbocholt kamen am Mittwoch (1. August) rund 40 ehrenamtliche Helfer zusammen, um die Fische zu retten. Das Gewässer hat sich mittlerweile auf 32 Grad erhitzt, wie der WDR berichtet.

In den vergangenen Tagen wurden dort bereits 25 tote Hechte aufgefunden. Die verleibenden Karpfen und Brassen sollten nun aus dem Wasser geholt werden, bevor auch sie sterben. Bis die Temperaturen wieder abkühlen, werden die Fische in den Gewässern des lokalen Angelsportverein untergebracht.

Lesen Sie auch: Schlimmer Anblick: Hunderte Fische ersticken im Aasee.

Auch der Aasee in Münster – und mit ihm die dortige Flora und Fauna – leidet aktuell unter der Hitzewelle. "Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt derzeit noch 53,85 Zentimeter", berichtet der Gewässerschutzbeauftragte des städtischen Tiefbauamts Berthold Reloe gegenüber der WN. Das sei historisch tief, denn etwa anderthalb Meter sind sonst normal, schlimmer als 54 Zentimeter war es aber noch nie.

Rettungsaktion in Borken-Gemenkrückling

Doch auch in Flüssen und Bächen, die nicht vom Austrocknen bedroht sind, leiden die Fische: Sie sterben an Sauerstoffmangel. Der Grund: "Dadurch, dass es kaum geregnet hat, ist der Wasserspiegel und der Durchfluss in den Flüssen spürbar zurückgegangen. Daher kommt auch immer weniger Sauerstoff ins Wasser und das führt nun zu einem erhöhten Fischsterben", heißt es von der Feuerwehr Borken.

Lesen Sie zu diesem Thema auch unseren Artikel über die lebensrettende Spende eines Großkonzerns, der 180.000 Kubikmeter Wasser an Umweltschützer verschenkt hat.

Der Löschzug Gemen ist deshalb am Montag (30. Juli) zur Aa-Brücke im Borkener Stadtteil Gemenkrückling ausgerückt. Die Einsatzkräfte versuchten, den Sauerstoffgehalt im dortigen Gewässer anzukurbeln, indem sie mit einem großen Wasserschlauch das Bach umwälzten und so frischen Sauerstoff in das Gewässer fördern.

Startseite
ANZEIGE