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Ausschreitungen am Aasee

„Hochgradig kriminell“: Armin Laschet verurteilt Krawalle in Münster

Münster

Die schweren Ausschreitungen in Münster sorgen bundesweit für Schlagzeilen. Jetzt hat sich der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen geäußert und den Krawallmachern eine klare Ansage gemacht.

Von Sohrab Dabir

Am Aasee in Münster kam es am Wochenende zu schweren Ausschreitungen. Foto: dpa/Timo Gemmeke

Die Corona-Fälle werden weniger und Deutschland lockert. Dies haben in den vergangenen Tagen wiederholt Menschen zum Anlass genommen, um ihre aufgestaute Energie abzuladen – vornehmlich an Polizisten und Einsatzkräften der Stadt Münster. Hier kam es am vergangenen Wochenende zu schweren Ausschreitungen am Aasee.

Neben den Krawallen am Aasee in Münster, bei denen Polizisten mit Flaschen und Böllern beworfen und mehrere Beamte verletzt wurden, kam es auch in Köln und Düsseldorf zu ähnlichen Szenen. Dies hat nun NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) dazu veranlasst, sich zu den Geschehnissen der vergangenen Tage zu äußern.

Münster: Armin Laschet will „Null-Toleranz“-Strategie fahren

Der Kanzlerkandidat der Union könne zwar verstehen, dass sich die Menschen freuen, wieder unbeschwert mit ihren Freunden zusammen sein zu können und das gute Wetter auch in Münster zu genießen, jedoch gebe es eine Grenze. „Die Ausschreitungen und Übergriffe vom vergangenen Wochenende sind nicht akzeptabel“, betonte der CDU-Politiker. Die Polizei, die zuletzt zur Zielscheibe der Krawallmacher wurde, hätte auch in Zeiten der Pandemie für Sicherheit gesorgt und dafür, dass die Menschen in Deutschland ihr Demonstrationsrecht wahrnehmen konnten.

„Aber dass sie nun – wenn die Pandemie dem Ende entgegengeht – durch Feiernde angepöbelt und tätlich angegriffen werden, dass Flaschen nach ihnen geworfen werden, sie mit Reizgas besprüht und zum Teil verletzt werden, ist hochgradig kriminell“, sagte Armin Laschet am Mittwoch (16. Juni) und fügte an: „Wir werden diesen gewaltbereiten Krawallmachern in jeder Form klarmachen: In Nordrhein-Westfalen gilt Null-Toleranz für Kriminelle auch in diesen Fällen.“

Stadt und Polizei Münster beraten nach Krawallen über neue Maßnahmen

Bereits am Wochenende zuvor hatte es am Aasee in Münster Flaschenwürfe auf Polizisten gegeben. Die Stadt reagierte daraufhin mit einem Glasverbot im Bereich des Gewässers zwischen 18 und 6 Uhr, doch dies hielt die Randalierer nicht davon ab, Polizisten und Stadt-Mitarbeiter anzugreifen. Die jungen Männer seien dem Vernehmen der Beamten nach zum Großteil aus dem Umland sowie aus dem nördlichen Ruhrgebiet nach Münster gekommen. Polizei und Stadtverwaltung wollen nun über weitere Maßnahmen diskutieren.

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