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#NichtSelbstverständlich

Fernsehpreis für Pflege-Doku in Münster: Joko und Klaas überlassen Protagonisten die Bühne

Köln

Für ihre Doku über den Alltag einer Intensivpflegerin aus Münster gewannen Joko und Klaas den Deutschen Fernsehpreis – doch auf die Bühne kamen sie nicht.

Von Lea Wolfram

Für ihre Pflege-Doku „Joko & Klaas – Live: Pflege ist #NichtSelbstverständlich“ wurden die Moderatoren Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf mit dem Deutschen Fernsehpreis in der Kategorie Bestes Infotainment ausgezeichnet. Die Veranstaltung fand am Donnerstagabend (16. September) in Köln statt.

Für die im vergangenen März ausgestrahlte Doku wurde über mehrere Stunden hinweg die Arbeit der Intensivpflegerin Meike Ista von der Uniklinik Münster gezeigt. Die Ausstrahlung zeigte die komplette Schicht ohne Werbeunterbrechungen. Auch weitere Pflegekräfte kamen zu Wort. Rund sechs Millionen Menschen hatten Joko und Klaas mit ihrer Pflege-Doku erreicht, mit der sie gleichzeitig Fernsehgeschichte geschrieben haben, wie es beim Deutschen Fernsehpreis heißt. 

Beschreibung beim Deutschen Fernsehpreis zur Pflege-Doku "#NichtSelbstverständlich"

Joko und Klaas nehmen Deutschen Fernsehpreis nicht persönlich entgegen

Doch Winterscheidt und Heufer-Umlauf nahmen den Deutschen Fernsehpreis nicht persönlich entgegen. Stattdessen schickten sie zwei Pflegekräfte auf die Bühne: Alexander Jorde und Franziska Bühler – beide waren in der Pflege-Doku aus Münster ebenfalls zu Wort gekommen. Jorde hatte 2017, lange vor Corona, durch seinen Auftritt in der Wahlarena vor der damaligen Bundestagswahl erstmals öffentliche Aufmerksamkeit erlangt.

Damals war Jorde noch Auszubildender in der Gesundheits- und Krankenpflege. Er stellte Kanzlerin Angela Merkel damals kritische Fragen zum Zustand der Alten- und Krankenpflege und mahnte eklatante Missstände an. Am Donnerstagabend trat Jorde nun auf die Bühne des Deutschen Fernsehpreises und erinnerte die Zuschauer erneut an die angespannte Lage: „Eine gute Pflege und ein gutes Gesundheitssystem sind vor allem eins: nicht selbstverständlich.“

Pflegerin Franziska Bühler beim Deutschen Fernsehpreis

Pflege-Doku zeigte Schicht der Intensivpflegerin Meike Ista aus der Uniklinik Münster

#NichtSelbstverständlich – mit diesem Hashtag machten Winterscheidt und Heufer-Umlauf damals über die sozialen Medien auf das TV-Event aufmerksam: Der Privatsender ProSieben zeigte in der Dokumentation per Body-Cam sechs Stunden am Stück die Arbeit der Intensivpflegerin Meika Ista aus der Uniklinik in Münster. Die Sendezeit hatten die TV-Moderatoren zuvor in dem Format „Joko und Klaas live“ gegen den TV-Sender erspielt. Normalerweise geht es dabei allerdings nur um 15 Minuten.

Auch Jens Spahn hatte auf die Pflege-Doku von Joko und Klaas reagiert. Das TV-Format wurde zu einer Zeit veröffentlicht, zu der die Pflegekräfte in den deutschen Kliniken bereits seit einem Jahr Covid-19-Patienten versorgten. Vor allem vom Winter 2020 bis ins Frühjahr 2021 hinein war die Lage auf den Intensivstationen sehr angespannt.

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