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  5. Münster: Tumulte am Freibad Hiltrup – Stadt zieht Konsequenzen

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Hiltrup

Menschenmassen drängen ins Freibad: Anlage in Münster muss nach Tumulten geräumt werden

Münster

Das Freibad soll eigentlich ein Ort zum Entspannen sein. In Münster ließen einige Personen dort jedoch ihre Aggressionen aus. Dies hat nun Konsequenzen.

Von Sohrab Dabir

Die Top Freibäder in OWL (Symbolbild). Foto: dpa

Die Hitze gepaart mit der neu gewonnenen Freiheit scheint einigen Menschen in Münster derzeit wohl zu Kopf zu steigen. Am Donnerstag (17. Juni) musste der Parkplatz am Freibad Hiltrup geräumt werden, nachdem zahlreiche Menschen das Areal stürmen wollten.

Dank niedriger Inzidenzen und geringer Neuinfektionen sind seit Ende Mai wieder die Freibäder in Münster geöffnet. Im Hiltruper Freibad (Zum Hiltruper See) sind aufgrund der Corona-Bestimmungen momentan maximal 500 Gäste zugelassen. Am Donnerstag wollten jedoch weit über 1000 Menschen auf die Anlage.

Münster: Freibad-Personal mit Aggressionen konfrontiert

Viel zu viele, wie die Stadt Münster in einer Mittelung feststellt. „Die Sicherheit der Gäste konnte so nicht mehr gewährleistet werden, entsprechend wurden die Tore geschlossen“, heißt es darin. Deswegen entschlossen sich die Verantwortlichen, den Parkplatz rund um das Freibad Hiltrup zu räumen. Diese Entscheidung wurde jedoch nicht von allen Badewilligen akzeptiert.

Das Freibad-Personal wurde massiven Aggressionen ausgesetzt, einige Personen kletterten gar über die Zäune, um so ins Freibad zu gelangen. Um die Lage vor Ort wieder in den Griff zu bekommen, wurde die Polizei Münster hinzugezogen. Am Freitag (18. Juni) öffnet das Gelände im Süden der Stadt wieder – dabei werden aufgrund der Geschehnisse am Donnerstag jedoch neue Bedingungen gelten.

Nach Tumulten am Freibad in Münster: Kein Ticketverkauf mehr vor Ort

An den Kassen vor Ort werden keine Tickets für das Freibad Hiltrup mehr verkauft. Buchungen werden lediglich über das Online-Reservierungssystem gesteuert. Wer über die offizielle Homepage der Stadt Münster ein Ticket bucht, erhält einen QR-Code per E-Mail zugeschickt, dieser wird ausgedruckt oder auf dem Smartphone gespeichert und dann am Eingang vorgezeigt. So sollen Szenen wie am Donnerstag möglichst vermieden werden.

Konsequenzen haben auch die Ausschreitungen am Aasee in Münster der vergangenen Tage. An den Wochenenden werden die Wiesen von nun an ab 21 Uhr gesperrt. „Es braucht wirksame Maßnahmen und klare Botschaften in Richtung der gewaltbereiten Personengruppen“, so die Begründung der Stadt.

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