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  5. Münster: Stadt lobt neue Corona-Verordnung – Druck für Impfgegner

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3G statt Inzidenzstufen

"Impfgegnern gehen zunehmend die Argumente aus": Stadt Münster begrüßt neue Corona-Verordnung

Münster

Die neuen Corona-Regeln in NRW sorgen für viel Diskussionsstoff. Bei der Stadt Münster zeigt man sich erfreut über die neue Verordnung – und wirbt weiter fürs Impfen.

Von Sohrab Dabir

Die Inzidenzstufen fallen weg, stattdessen greift ab Freitag (20. August) in ganz NRW die 3G-Regel im öffentlichen Raum. Das heißt: Zugang zu vielen Bereichen erhalten nur noch Menschen, die geimpft, genesen oder getestet sind. Bei der Stadt Münster wird die Corona-Verordnung positiv aufgenommen.

"Wer den vollständigen Impfschutz nachweisen kann, soll sich auch unabhängig von Inzidenzwerten wieder weitgehend ungehindert im öffentlichen Raum bewegen können. Das ist eine gute Nachricht", betonte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer in der 89. Krisenstabsleitung zum Thema Corona am Mittwoch (18. August) in Münster

Stadt Münster hofft auf positiven Impfeffekt durch Corona-Verordnung

Die wichtigsten Änderungen der neuen Corona-Verordnung für NRW: Wer beispielsweise ein Restaurant, eine Diskothek oder eine öffentliche Veranstaltung besuchen möchte, muss entweder vollständig geimpft, genesen oder negativ getestet sein, sobald die lokale Inzidenz an fünf Tagen in Folge mehr als 35 beträgt. Bei körpernahen Veranstaltungen, wie etwa Diskotheken oder bei sexuellen Dienstleistungen, ist von nun an ein PCR-Test statt eines Antigen-Schnelltests notwendig. Auch diese Änderung begrüßt die Stadt Münster.

"Zum einen haben PCR-Tests mehr Aussagekraft und damit auch eine höhere Schutzwirkung. Zum anderen steigt dadurch die Motivation, sich impfen zu lassen", ist sich Wolfgang Heuer sicher. Auch hält Münsters Krisenstabsleiter den Druck auf ungeimpfte Personen für vertretbar, der durch die neue Verordnung ausgeübt wird. "Inzwischen ist die Impfung praktisch für jeden leicht verfügbar, die Nebenwirkungen überschaubar und alle bisherigen Daten bezeugen mit großer Eindeutigkeit die Wirksamkeit der Vakzine. Den Impfgegnern gehen zunehmend die Argumente aus."

Ab Freitag gilt in ganz NRW die 3G-Regel. Foto: Julian Stratenschulte / DPA

Über zwei Drittel der Münsteraner vollständig geimpft

Ebenso positiv wurde die Nachricht aufgenommen, dass Schnelltests für Ungeimpfte ab dem 11. Oktober aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen. Wolfgang Heuer dazu: "Nicht-Geimpfte, die zurück in die Normalität möchten, werden dann höhere Testkosten und mehr Aufwand für den Zugang zu Kinos, Restaurants und anderen Angeboten haben. Ich hoffe, dass die Impfquote dann nochmal ansteigt." Denn am Ende sei eine hohe Impfquote die beste Antwort auf die Pandemie. 

In Münster sind bislang 224.000 der Bürger, also mehr als zwei Drittel, vollständig gegen das Coronavirus geimpft. In diesem Zusammenhang warnen Wissenschaftler Impfgegner davor, sich auf einen passiven Schutz durch die wachsende Herdenimmunität zu verlassen. Gerade durch die hochansteckende Delta-Variante, die auch bereits geimpfte Menschen befallen kann, jedoch weitaus geringere Krankheitssymptome hervorruft, als bei Personen, die keinen Impfschutz haben.

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