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Streckenausbau

Großbaustelle auf A1: Sperrungen im Bereich Münster geplant

Münster

Die A1 rund um Münster soll sechsspurig werden. Wegen des geplanten Ausbaus wird es jedoch auf einigen Autobahnabschnitten zeitweise eng.

Von Dario Teschner

Die A1 rund um Münster soll auf ingesamt sechs Spuren ausgebaut werden. Foto: Jan Woitas/zb/dpa

Aufgrund von Unfällen kommt es auf der Autobahn 1 bei Münster immer wieder zu Sperrungen und kilometerlangen Staus. Das ist wenig verwunderlich, denn im Durchschnitt sind auf dem rund 37 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Münster Nord und dem Kreuz Lotte/Osnabrück (A1/A30) pro Tag etwa 60.000 bis 81.000 Fahrzeuge unterwegs. In knapp zehn Jahren soll die Zahl sogar bei rund 95.000 liegen, berichtet die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau (DEGES) GmbH. Die Autobahn soll hier deshalb von bislang vier auf sechs Spuren ausgebaut werden. 

A1: Bauarbeiten bei Münster starten in zwei Jahren

Am Dienstag (26. Oktober) wurden die Anwohner der A1 über die geplanten Bauarbeiten informiert, die 2023 beginnen sollen. Der Ausbau ist als sogenanntes ÖPP-Projekt angelegt, als Öffentlich-Private Partnerschaft. Im Klartext heißt das, dass der Bau an einen Investor vergeben wird, der sich anschließend auch um die Wartung und Instandsetzung des Autobahnabschnitts zwischen der Raststätte Münsterland und der Anschlussstelle Osnabrück-Hafen kümmert. 

Mit der Erweiterung auf sechs Fahrstreifen erhoffen sich die Verantwortlichen einen besseren und schnelleren Verkehrsfluss. Doch bis zur geplanten Fertigstellung (frühstens dreieinhalb Jahre nach Baubeginn) müssen sich die Verkehrsteilnehmer auf der A1 bei Münster auf einige Sperrungen und Staus einstellen. Die Baumaßnahme sei nach Angaben von DEGES bereits ausgeschrieben. Man warte nun auf Angebote. 

Wo die A1 rund um Münster schon sechsspurig ist

Für die Verbreiterung der Autobahn von 31 auf 36 Meter wurden die benötigten Flächen bereits käuflich erworben und eine Untersuchung des Bodens veranlasst. Im nächsten Schritt sollen nun Sträucher, Büsche und andere Pflanzen am Fahrbahnrand entfernt werden, so DEGES. Einige Teilstücke der A1 im Münsterland sind bereits auf sechs Spuren ausgebaut worden: 

  • Emsumflutbrücke bei Greven
  • Kanalbrücke nördlich von Greven
  • Autobahnabschnitt nördlich von Lengerich

Auch das Teilstück zwischen Münster-Hiltrup und dem Kreuz Münster-Nord ist bereits in beide Richtungen sechsspurig. Doch hinter der Domstadt heißt es für die Verkehrsteilnehmer auf der A1 erst mal wieder einscheren. In Zukunft wird sich dies nun ändern. Der Ausbau soll in mehreren Abschnitten erfolgen. Wann welcher Abschnitt an der Reihe ist, ist zwar noch nicht geklärt. Klar ist hingegen wohl schon, dass die Arbeiten zwischen Kamener Kreuz und Münster länger dauern dürften, weil das Planfeststellungsverfahren teilweise noch nicht abgeschlossen ist. 

Münster: Wegen Großbaustelle auf A1 drohen erheb­liche Verkehrsbehinderungen

Wenn die Baufahrzeuge in etwa zwei Jahren anrollen, um mit dem Ausbau der A1 zu beginnen, werden sich erheb­liche Verkehrsbeeinträchtigungen rund um Münster nicht vermeiden lassen. Allein 46 Brücken müssen angepasst werden. Nach Angaben von DEGES würden zwar Umleitungen eingerichtet werden. Doch im Großen und Ganzen wollen die Verantwortlichen dafür sorgen, dass die Fahrzeuge auf der Autobahn bleiben.

Um den Verkehrsfluss sicherzustellen, wird der zukünftige Auftragnehmer dazu verpflichtet, den Verkehr pro Fahrtrichtung mindestens zweispurig durch die Baustelle zu leiten. Die geplante Großbaustelle auf der A1 betrifft jedoch nicht nur Verkehrsteilnehmer, sondern auch Anwohner. Um den Lärm zu minimieren wird auf einen Teil der Strecke spezieller Asphalt aufgetragen. Außerdem sind Lärmschutzwände angedacht. 

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