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Stadt reagiert auf Vorfälle

Nach Ausschreitungen und ausufernden Partys: Glasverbot am Aasee Münster

Münster

Rund um den Aasee hat es 2021 unschöne Szenen gegeben. Die Stadt reagiert darauf jetzt mit einem kompletten Glasverbot für den Bereich.

Von Sohrab Dabir

Bilder wie diese aus dem Jahr 2019 will die Stadt Münster am Aasee künftig vermeiden. Foto: Sohrab Dabir/hallo24.de

Die Stadt Münster reagiert auf die Vorfälle vom vergangenen Jahr rund um den Aasee. Im Sommer arteten mehrere Partys rund um das Gewässer derart aus, dass die Polizei mit einem Großaufgebot ausrücken musste. Danach wurde ein Glasverbot am Aasee Münster erlassen.

Dieses Verbot soll nun auch in diesem Jahr gelten. Die Stadt hat eine entsprechende Allgemeinverfügung veranlasst, wonach im kompletten vorderen Bereich des Aasees in Münster das Mitbringen von Glasflaschen verboten ist. Die Regel gilt täglich von 18 bis 6 Uhr und wird bereits ab den kommenden Osterfeiertagen umgesetzt. Ordnungsamt und Polizei hatten im Rahmen einer Sicherheitsabsprache eine ähnliche Gefahrenlage wie 2021 prognostiziert.

Glasverbot am Aasee Münster: Gefahren für Mensch und Tier vermeiden

Vorfälle wie im vergangenen Jahr, als es nach den Ausschreitungen am Aasee in Münster sowie ausufernden Partys zu erheblichem Glasbruch kam, sollen 2022 verhindert werden. "Wir wollen vermeiden, dass sich aus beispielsweise zerbrochenen Glasflaschen und Gläsern eine Gefahr für Gesundheit und Umwelt ergibt. Ein milderes Mittel als das grundsätzliche Glasverbot sehen wir hier nicht", begründet Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer das nun verhängte Verbot. Vor allem rund um die Feiern zum 1. Mai kam es in den vergangenen Jahren immer zu hohen Besucheraufkommen am Aasee.

Da viele der Feiernden Glasflaschen zum Aasee mitbringen, gilt das Glasverbot für den 1. Mai in diesem Jahr nicht nur in den Abend- und Nachtstunden, sondern den ganzen Tag. Nach Angaben der Stadtverwaltung haben die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster im vergangenen Jahr in der Zeit vom 3. bis 7. Juni 2,85 Tonnen an Glas vom Aasee entfernt. "Dies entspricht einer Menge von ca. 7500 zerborstenen Flaschen Glas", heißt es. Die Müllberge hatten auch in den vergangenen Jahren in Münster für Entrüstung gesorgt. Die Glassplitter stellten darüber hinaus für Menschen und Tiere eine Verletzungsgefahr dar. Zudem könnten abgeschlagene Glasflaschen oder andere Gegenstände in Extremsituationen, so wie bei den Ausschreitungen 2021, als Waffen genutzt werden.

In dem grün markierten Bereich gilt 2022 das Glasverbot am Aasee Münster. Foto: Stadt Münster
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