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Messerattacke

Versuchter Mord am Aasee: Anklage gegen 20-Jährigen erhoben

Münster

Im Juni wurde ein junger Mann bei einer Messerattacke lebensgefährlich verletzt. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten versuchten Mord vor. 

Von Sohrab Dabir

Im Juni wurde ein junger Mann am Aasee in Münster mit einem Messer attackiert. (Symbolbild) Foto: Patrick Seeger/dpa

Bei einer Messerstecherei am Aasee in Münster, die sich im vergangenen Juni zugetragen hatte, wurde ein 20-Jähriger lebensgefährlich verletzt.  Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage gegen den Tatverdächtigen erhoben und weitere Details zum Vorfall erläutert.

Demnach soll der Angeklagte am Abend des 11. Juni mit mehreren Bekannten am Aasee unterwegs gewesen sein, bevor sich die Gruppe dann in mehrere Richtungen aufgeteilt hatte. Während sich der Beschuldigte zunächst noch an den Aaseeterrassen aufhielt, ging laut Erkenntnis der Staatsanwaltschaft Münster der andere Teil der Gruppe in Richtung der Torminbrücke an der B54, wo sie auf andere junge Männer getroffen seien.

Münster: Streit artet aus – 20-Jähriger greift zum Messer

Zwischen den beiden Gruppen habe sich schnell ein Streit entwickelt, der sich jedoch auf Beleidigungen und einige Schubsereien beschränkt habe. Die Ursache für die Auseinandersetzung ist noch unklar. Als der Streit beendet war und der Angeklagte wieder auf seine Gruppe traf, sollen die Bekannten ihm von dem Vorfall am Aasee in Münster erzählt haben. Daraufhin soll beschlossen worden sein, die Angelegenheit "zu klären", wie es in der Anklageschrift heißt.

Die Gruppe samt dem Angeklagten soll anschließend gezielt in Richtung Torminbrücke gegangen sein, um die anderen Männer aufzufinden. Bei dem erneuten Aufeinandertreffen sollen ein 20- und ein 23-Jähriger noch versucht haben, schlichtend auf beide Parteien einzuwirken. In diesem Moment soll der Beschuldigte dann ein Messer gezückt und dieses dem jüngeren der beiden Männer in den Oberkörper gerammt haben. Das Opfer habe den Angreifer zunächst zu Boden schlagen können, dieser sei jedoch wieder aufgestanden und habe weiter auf den Mann eingestochen. 

Opfer schwebte nach Messerattacke in Münster in Lebensgefahr

Als der Angeklagte von seinem Opfer losgelassen hatte, sei er auf den 23-Jährigen losgegangen und habe ihm mit dem Messer in die Hüfte gestochen. Anschließend floh der Täter vom Tatort, konnte jedoch eine Woche nach der Messerattacke in Münster in Nottuln festgenommen werden. Bei dem Vorfall erlitt der 20-Jährige zwei Stichverletzungen, die ihn zunächst in Lebensgefahr gebracht hatten. Durch eine Notoperation und die intensivmedizinische Behandlung im Krankenhaus konnte dem Mann jedoch das Leben gerettet werden. 

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte bei der Messerattacke in Münster den Tod des 20-Jährigen in Kauf genommen habe. Der gleichaltrige Mann schweigt seit seiner Festnahme Mitte Juni zu den Vorwürfen und sitzt weiter in Untersuchungshaft. 

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