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Ratssitzung

Nach den Krawallnächten am Aasee: Wie die Stadt Münster künftig gegen Randalierer vorgehen will

Münster

Mehrmals kam es in der jüngsten Vergangenheit zu Ausschreitungen am Aasee. In seiner Ratssitzung hat die Stadt Münster weitere Maßnahmen beschlossen, um derartige Vorfälle künftig zu verhindern.  

Von Sohrab Dabir

Es waren ungewohnte Szenen, die sich in der Stadt abgespielt hatten. Dutzende junge Männer randalierten am Aasee in Münster und beschmissen die Polizei mit Flaschen und Böllern. Bilder, die es in der sonst so ruhigen Studentenstadt nicht zu sehen gibt. Dementsprechend sorgten die Vorkommnisse der vergangenen Wochen für viel Aufruhr in der Stadt.

Wie sollen solche Szenen künftig verhindert werden? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Mittwoch (23. Juni) der Rat der Stadt Münster, der die Randale am Aasee fraktionsübergreifend verurteilte. Einem gemeinsamen Antrag von FDP, Bündnis90/Die Grünen, CDU, SPD und Volt nach soll der Aasee-Bereich in Zukunft unter anderem intensiver kontrolliert werden.

Aasee in Münster soll weiterhin sozialer Treffpunkt bleiben

Einsatzkräfte der Polizei und des Ordnungsdienstes sollen vor Ort mehr Präsenz zeigen und potentielle Störer gezielt ansprechen, so der Konsens im Rat. Des Weiteren soll an den Aasee-Kugeln ein neues Lichtkonzept erarbeitet werden, um so eine Vermüllung am Aasee in Münster zu verhindern. Dies war neben der Krawalle ein weiteres Problem, mit der sich die Stadt auseinandersetzen musste.

Der fraktionsübergreifende Antrag stellte jedoch auch klar, dass der Aasee weiterhin ein beliebter Treffpunkt in der Domstadt bleiben soll – auch nachdem die Stadt Münster vorerst ein Aufenthaltsverbot für den Wiesen-Bereich an den Wochenend-Abenden erlassen hat. Mehr Abfalleimer, ein neues Kommunikationskonzept sowie stationäre Toiletten sollen für bessere hygienische Bedingungen sorgen und eine Vermüllung wie in den vergangenen Wochen verhindern.

Mehrmals kam es in Münster zuletzt zu schweren Ausschreitungen. Foto: dpa/Timo Gemmeke

Poser-Szene ist in Münster "unerwünscht"

Auch die Poser-Szene, die in den Krawallnächten ihren Weg nach Münster gesucht hatte, war Gegenstand der Diskussionen im Rat. Die Fraktionen stellten einhellig klar, dass die Szene in der Stadt "unerwünscht" sei. Im Bereich der Himmelreichallee und dem Kreuzungsbereich Adenauerallee sollen bauliche Veränderungen geprüft werden, um so das Rasen von getunten Autos zu verhindern. 

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte die Krawallen in Münster ebenfalls scharf verurteilt. Er bezeichnete die Vorkommnisse als "hochgradig kriminell" und kündigte eine Null-Toleranz-Strategie gegen die Randalierer an. Auch in Köln und Düsseldorf war es in den vergangenen Wochen zu ähnlichen Szenen gekommen.

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