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Urteilsverkündung

Schwere Brandstiftung in Münster – Frau muss für Jahre ins Gefängnis

Münster

Wegen schwerer Brandstiftung musste sich eine Frau aus Münster in einem Prozess verantworten. Das Gericht verkündete nun das Urteil.

Von Dario Teschner

Eine Frau legte mehrere Brände und wurde deshalb zu einer langen Haftstrafe verurteilt. (Symbolbild). Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Am Landgericht endete am Montag (13. September) das Strafverfahren gegen eine 54-jährige Angeklagte. Wegen schwerer Brandstiftung in zwei Fällen wurde die Frau aus Münster zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt. Während der Verhandlung stand auch der Vorwurf des versuchten Mordes im Raum.

Münster: Brände in Häusern fordern Verletzte

Das Gericht hat keinen Zweifel daran, dass die 54-Jährige aus Handorf im Oktober vergangenen Jahres in den Kellern zweier Mehrfamilienhäuser in der Straße "Am Hornbach" in Münster Brände gelegt hat. Damals zogen sich zwei Personen Verletzungen zu, weil sie giftige Gase einatmeten. Die Flammen richteten in beiden Gebäuden massive Schäden an, sodass diese zunächst nicht mehr bewohnbar waren. 

Prozess wegen Brandstiftung in Münster – Zeuge belastet Frau 

Aufgrund der Aussage eines Bewohners konnte die Angeklagte von der Polizei Münster überführt werden. Der Zeuge hatte die Frau damals mit ihrem Hund im Keller angetroffen, kurz bevor es zu dem Brand in dem Mehrfamilienhaus gekommen war. Ihm fiel die 54-Jährige auf, da sie selbst nicht in dem Gebäude wohnhaft war. 

Bei ihren Ermittlungen stellten die Beamten zudem fest, dass die Frau bereits wegen Brandstiftung verurteilt worden war. In der Nähe ihres Wohnorts am Wacholderweg in Münster hatte sie Feuer in Hecken gelegt. 

Brandstiftung in Münster: Tatmotiv nach Urteilsverkündung weiter unklar

Im Verlauf des Gerichtsverfahrens konnte das Tatmotiv der Angeklagten nicht geklärt werden. Seit ihrer Verhaftung schweigt die Beschuldigte zu den Vorwürfen. Ein Geständnis legte sie nicht ab. Nach einem psychiatrischen Gutachten gilt sie als schuldfähig, berichten die WN. Der Vorwurf des versuchten Mordes konnte ihr in dem Prozess in Münster jedoch nicht nachgewiesen werden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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