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Pandemie

Inzidenz in Münster steigt: Neue Corona-Einschränkungen ab Mittwoch

Münster

Oft zurecht als Vorreiter in der Corona-Krise gesehen, stecken sich aktuell auch in Münster wieder mehr Menschen an. Nun hat der Inzidenz-Anstieg Konsequenzen: Die Regeln werden ab Mittwoch wieder verschärft.

Von Sven Haverkamp

Auf Münster kommen strengere Corona-Regeln zu (Symbolbild). Foto: dpa

Sind dies bereits die Vorboten der angekündigten vierten Welle? In den letzten Tagen und Wochen wurde seitens der Fachleute, allen voran SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, immer wieder davor gewarnt, zu früh zu viel zu lockern. 

Doch genau das wurde an vielen Stellen getan. Nicht nur in Münster, überall wurden die extrem niedrigen Inzidenzen genutzt, um den Bürgern wieder mehr Freiheiten zurückzugeben. Doch die Freiheiten könnten sich nun rächen: In Münster liegt die Inzidenz am Montag (19. Juli) am achten Tag in Folge über 10. Dies bedeute, die Stadt an der Aa rutscht von der Inzidenzstufe 0 zurück in Stufe 1 (10,1 bis 35) und muss sich ab Mittwoch (21. Juli) auf mehr Beschränkungen einstellen.

Inzidenzstufe 1: Das ändert sich in Münster

Mit dem Wechsel in die Inzidenzstufe 1 ergeben sich für Münster folgende Regelungen: 

  • Kontakte: Treffen im öffentlichen Raum sind ohne Begrenzung für Angehörige aus fünf Haushalten erlaubt.
    Außerdem sind Treffen im öffentlichen Raum für 100 Personen mit negativem Testnachweis aus beliebigen Haushalten erlaubt.
  • Kinder- und Jugendarbeit: Gruppenangebote sind innen mit 30 und außen mit 50 Menschen ohne Altersbegrenzung und ohne Test erlaubt.
    Ferienangebote und Ferienreisen sind mit negativem Testnachweis oder beaufsichtigtem Selbsttest möglich.
  • Kultur: Veranstaltungen außen und innen, Theater, Oper, Kinos sind mit bis zu 1.000 Personen erlaubt, sofern ein Sitzplan, ein negativer Testnachweis sowie die Einhaltung des Mindestabstands oder eine Sitzordnung nach Schachbrettmuster vorhanden sind. Außen sind mehr als 1.000 Personen erlaubt, wenn ein genehmigtes Konzept vorliegt. 
  • Sport: Kontaktsport innen und außen mit bis zu 100 Personen. Negativtestnachweis und Rückverfolgung sind erforderlich. 
    Wenn die Landesinzidenzstufe 1 gilt, ist der Sport ohne Negativtestnachweis zulässig, ggf. mit Mindestabstand. Außen sind bis zu 25.000 Zuschauer erlaubt (max. die Hälfte der Kapazität). Bei mehr als 5.000 Zuschauern ist ein Negativtestnachweis und ein genehmigtes Konzept erforderlich. 
    Innen sind bis zu 1.000 Zuschauer (max. ein Drittel der Kapazität) erlaubt, sofern negative Testnachweise, ein Sitzplan sowie die Einhaltung des Mindestabstands oder eine Sitzordnung nach Schachtbrettmuster vorhanden sind.
  • FreizeitFreibäder sowie kleinere Außeneinrichtungen dürfen ohne Testnachweis öffnen. 
    Ausflugsfahrten mit Schiffen, Kutschen, historischen Eisenbahnen und ähnlichen Einrichtungen sowie der Besuch von Spielbanken ohne Testnachweis, wenn auch die Landesinzidenz unter 35 liegt.
    Bordelle usw. dürfen mit negativem Testnachweis öffnen. 
    Clubs und Diskotheken dürfen im Freien für bis zu 250 Personen öffnen, sofern negative Testnachweise vorliegen.
  • Einzelhandel: Keine Flächenbegrenzung für die Kundschaft, Maskenpflicht.
  • Private Veranstaltungen (Partys ausgenommen): Im Freien mit bis zu 250 Gästen und innen mit bis zu 100 Gästen möglich. Voraussetzung: negativer Testnachweis und sichergestellte einfach Rückverfolgbarkeit; keine Maskenpflicht draußen und drinnen am Tisch, wenn die besondere Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.
  • Privatpartys: Partys und vergleichbare Feiern sind im Freien ohne Mindestabstand und ohne Maskenpflicht mit bis zu 100 Gästen und innen mit bis zu 50 Gästen möglich, wenn ein negativer Testnachweis vorliegt und einfache Rückverfolgbarkeit sichergestellt ist.
  • Gastronomie: Liegt die Landesinzidenz ebenfalls unter 35, ist auch die Innengastronomie ohne Testnachweise erlaubt.

Die einzelnen Regeln für die jeweiligen Inzidenzstufen im Bundesland finden Sie auf der Internetseite des Gesundheitsamtes NRW. Während die Inzidenzen vielerorts wieder steigen, wird in Politik und Medizin darüber diskutiert, ob der Inzidenzwert überhaupt noch so einen hohen Stellenwert in der Beurteilung der Corona-Lage einnehmen soll.

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