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Corona-Lage

Corona-Lage in Schulen: Stadt Münster empfiehlt wieder Masken am Sitzplatz

Münster

Angesichts der rasant steigenden Infektionszahlen wird an den Schulen in Münster auch am Sitzplatz das Tragen von Masken wieder empfohlen. Zudem arbeitet die Stadt am Ausbau der Impfangebote.

Von Lea Wolfram

Zum besseren Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus rät die Stadt Münster wieder zum Tragen von Masken in Schulen. (Symbolbild) Foto: dpa

Auch in Münster steigen die Corona-Zahlen zusehends: Seit Oktober ist der 7-Tage-Inzidenzwert deutlich gestiegen, wie eine Grafik der Stadt zeigt. In der vergangenen Woche wurde mit 440 gemeldeten Neuinfektionen ein neuer Rekord im Jahr 2021 erreicht. Aufgrund der aktuellen Lage kam es zu einer Sondersitzung des Krisenstabs, bei der es unter anderem auch um die Situation in den Schulen ging.

Schuldezernent Thomas Paal bat in diesem Zusammenhang darum, dass Schülerinnen und Schüler im Schulalltag wieder eine Mund-Nasenbedeckung tragen sollten: „Einige Schulen haben sich schon für den Weg der Vorsicht entschieden. Diesem Vorbild sollten möglichst viele Schulen folgen und wieder grundsätzlich im Schulgebäude und eben auch an den Sitzplätzen die OP-Masken tragen.“ Erst Anfang November wurde die Maskenpflicht in NRW am Sitzplatz im Unterricht abgeschafft.

Münster: Corona-Inzidenz in Altersgruppe 0 bis 11 am höchsten

Zudem sollten auch bereits geimpfte Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal weiterhin auf Schnelltests setzen, empfiehlt Paal und weist auf einen Corona-Ausbruch an einer Gesamtschule in Münster hin: Der Fall sei aufgrund einer guten "Selbsttest-Kultur" an der Schule schnell entdeckt worden, erklärt Paal. "Die vierte Corona-Welle ist gefährlich, und mit dem Tragen von Masken und häufigen Schnelltests können wir alle dazu beitragen, sie zu entschärfen", sagt der Schuldezernent weiter.

In der vergangenen Woche (8. bis 14. November) waren in Münster die durchschnittlichen 7-Tage-Inzidenzen in den Altersrgruppen 0 bis 11 Jahre (fast 250) und 12 bis 17 Jahre (über 150) am höchsten. Am Mittwoch (17. November) liegt die Gesamtinzidenz bei 129,3.

Corona: Stadt Münster baut Impfangebote aus

Die Stadt will zudem die Impfangebote in Münster weiter ausbauen. Aktuell werde "der Aufbau eines oder mehrerer neuer Impfangebote im Stadtgebiet" vorbereitet, heißt es dazu. Das bereits abgebaute Impfzentrum in Münster wird jedoch nicht wieder eröffnet, wie bereits vor einigen Wochen bekanntgegeben wurde.

Experten der Uniklinik Münster, die ebenfalls an der Sondersitzung des Krisenstabs teilgenommen hatten, wiesen auf die nach einigen Monaten nachlassende Wirkung der Corona-Impfungen hin. Verbunden damit steige das Risiko für schwere Krankheitsverläufe auch für doppelt Geimpfte.

„Wir müssen die laufende Impfkampagne deutlich ausbauen, weitere 2G-Bereiche festlegen und durchsetzen und die bekannten Abstands- und Hygiene-Regeln anwenden", sagte in diesem Zusammenhang Wolfgang Heuer. "Es besteht Handlungsbedarf für die kommenden Wochen." Der Krisenstabsleiter betonte zudem die Bedeutung der Booster-Impfungen, die nun auch von der Stiko empfohlen werden.

Wolfgang Heuer, Krisenstabsleiter in Münster

Stadt Münster setzt auf Eigenverantwortung der Bürgerinnen und Bürger

Die Stadt setzte angesichts der hohen Dynamik des Infektionsgeschehens auch auf die Eigendisziplin der Bürgerinnen und Bürger bei der Einhaltung bekannter Hygienemaßnahmen (Abstand, Maske, Nutzung kostenloser Corona-Tests). "Hier ist jeder gefordert, seinen Beitrag zu leisten", betont auch Krisenstabsleiter Heuer.

Wer über eine Corona-Infektion informiert worden sei, solle selbst und unverzüglich mögliche Kontaktpersonen aus den vergangenen 48 Stunden informieren und nicht erst auf den Anruf des Gesundheitsamts warten, empfiehlt die Stadt Münster.

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