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Corona

Gefahr durch Delta-Variante: Stadt Münster richtet dringende Warnung an Reiserückkehrer 

Münster

Delta bereitet derzeit vielen Ländern große Sorge. Um Ausbrüche wie in Russland und Portugal zu vermeiden, bittet das Gesundheitsamt der Stadt Münster Urlauber um Vorsicht. 

Von Sohrab Dabir

Die Inzidenz in Deutschland sinkt zwar stetig, doch mittlerweile ist die gefährliche Delta-Variante des Coronavirus im Land, und auch im Münsterland, angekommen. Eine besondere Gefahr für die kommenden Wochen und Monate geht dabei vor allem von Reiserückkehrern aus.

Viele Bürger aus Münster reisen derzeit in und aus Virusvarianten- und Hochinzidenzgebiete und sorgen so für Gefahr, dass sich die Delta-Variante in der Domstadt ausbreiten könnte. Auch wenn die Inzidenz in Münster derzeit nur bei 2,2 liegt, kann ein einziger Ansteckungsfall für eine Kettenreaktion sorgen. So wie im März 2020, als sich das Coronavirus erstmals in der Region ausgebreitet hatte, nachdem Ski-Urlauber in ihre Heimat zurückgekehrt waren.

Gesundheitsamt Münster bittet Urlauber um Vorsicht

"Wir sind sicherlich weit davon entfernt, hier als Spielverderber auftreten zu wollen – dennoch müssen wir alle Reisenden um entsprechende Rück- und Vorsichtsmaßnahmen in und nach ihrem Urlaub bitten, damit ihre schönste Zeit des Jahres nicht schwerwiegende Folgen für uns alle hat", sagte Dr. Norbert Schulze Kalthoff, Leiter des münsterschen Gesundheitsamtes. Dabei verweist er auf die Rückmeldezahlen der Urlauber aus Münster und somit auf die Gefahr, dass die Delta-Variante bei einer Reiserückkehr in die Stadt getragen werden kann.

Vor allem mit den bald beginnenden Sommerferien in NRW und der starken Reisebegeisterung der Menschen dürfte die Gefahr einer Delta-Ausbreitung steigen, befürchtet das Gesundheitsamt Münster. Sie verweist dabei auf drei Beispiele, die von trügerischer Sicherheit zeugen.

Delta-Variante: Corona-Lage in Münster sorgt für trügerische Sicherheit

  • Was heute ein entspannter Ferienort ist, kann morgen schon ein Risikogebiet werden: Wie schnell sich die Delta-Variante des Coronavirus ausbreiten kann, zeigen derzeit die Beispiele Russland und Portugal. Die beiden Länder sind von der Mutation stark betroffen und werden mittlerweile als Virusvariantengebiete eingestuft. "Aktuell niedrige Inzidenzwerte sind kein Sicherheitsbeleg. Die Lage kann sich schnell verändern", so die Stadt Münster
  • Auch eine vollständige Corona-Impfung biete keinen absoluten Schutz: Zwar ist die Gefahr, nach einer Immunisierung an Covid-19 zu erkranken, äußerst gering, dennoch können Geimpfte das Virus in sich tragen und weitergeben – auch wenn die Wahrscheinlichkeit hierfür als sehr gering erachtet wird.
  • Keine umfängliche Sicherheit durch negatives Testergebnis: Das Coronavirus wird beim Menschen erst einige Tage nach der tatsächlichen Infektion nachgewiesen. Demnach können Infizierte, die am Vortag negativ getestet wurden, am darauffolgenden Tag im Urlaub oder bei der Rückkehr schon Überträger sein. 

Die Mischung aus niedriger Inzidenz und den weitreichenden Lockerungen in Deutschland, gepaart mit der hohen Impfquote in Münster, geben eine trügerische Sicherheit und vermitteln den Eindruck von Normalität. Ein Blick nach Europa reicht jedoch aus, um zu sehen, dass diese noch nicht eingekehrt ist. Auf ihrer Homepage hat die Stadt Münster wichtige Informationen für Reise-Rückkehrer zusammengefasst.

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