1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Münster: Kriegs-Flüchtlinge – Dringender Appell vom Oberbürgermeister

  6. >

Krieg in der Ukraine

Flüchtlings-Situation in Münster: Dringender Appell vom Oberbürgermeister

Münster

Oberbürgermeister Markus Lewe freut sich angesichts des Ukraine-Kriegs über das große Engagement in Münster – hat aber auch eine dringende Bitte.

Von Sven Haverkamp

Flüchtlinge, die vor dem Krieg in der Ukraine fliehen, kommen am Bahnhof in Przemysl, Polen, an. Auch Münster nimmt Vertriebene aus dem Kriegsgebiet auf. Foto: Markus Schreiber/AP/dpa

Der Krieg in der Ukraine kommt auch in Münster an. Immer mehr Menschen fliehen aus dem gebeutelten Land und suchen Zuflucht im Westen.

Bis zum Sonntag (6. März) wurden in Münster über 270 Personen aus der Ukraine aufgenommen – davon etwa die Hälfte im Kindesalter. Die Ankunft eines Großteils dieser Geflüchteten war dem Sozialamt zuvor nicht angekündigt worden.

Sozialdezernentin Cornelia Wilkens

Münster: OB Lewe appelliert an Bürger

„Wir sind nach wie vor sehr gut auf die Ankunft Geflüchteter vorbereitet, die Stadt Münster bemüht sich nach Kräften, ihnen schnell ein Willkommensort zu sein, so Oberbürgermeister Markus Lewe, der jedoch ein Defizit an Information bemängelt. "Ohne Rücksprache mit unseren Sozialdiensten oder eine frühzeitige Anmeldung von Transportdiensten werden Geflüchtete aus der Ukraine abgeholt und nach Münster gebracht“, sagt Oberbürgermeister Markus Lewe, „das zeigt einerseits zwar ein enormes bürgerschaftliches Engagement – stellt andererseits jedoch unsere wie wohl auch jede andere Kommune vor erhebliche logistische Herausforderungen“.

Deshalb lautet sein eindringlicher Appell, nicht eigenmächtig in die Grenzregion zu fahren und Kriegsvertriebene spontan zu einer Mitfahrt nach Münster zu überzeugen. Ein Mindestmaß an Koordination sei nötig, um hier vor Ort schnell angemessene Hilfe zu leisten. Dem schliesst sich auch Sozialdezernentin Cornelia Wilkens an:

Sozialdezernentin Cornelia Wilkens

Ukraine-Flüchtlinge in Münster: Weiterhin keine Sachspenden nötig

Wie in vielen anderen Städten, gibt es auch in Münster aktuell keinen Bedarf an Sachspenden für die Geflüchteten aus der Ukraine. „Wir sind aber zugleich überwältigt von der erneut gezeigten Hilfsbereitschaft. Sollte die Stadt Bedarfe an Kleider- oder Lebensmittelspenden haben, werden wir dazu informieren“, so Sozialdezernentin Wilkens.

Startseite
ANZEIGE