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"Für eine klimagerechte Zukunft"

Knapp 1000 Teilnehmer bei "Fridays for Future"-Demo in Münster – weitere Proteste geplant

Münster

Gleich zwei Klimademonstrationen fanden am Freitag in Münster statt. Von den Teilnehmern gab es klare Forderungen an die lokale und bundesweite Politik. 

Von Sohrab Dabir

Der erst vor Kurzem veröffentlichte Bericht des Klimarats verheißt nichts Gutes für die Zukunft. Dieser sieht "irreversible Auswirkungen auf Menschen und ökologische Systeme", sollten die Ziele des Pariser Klimaabkommens verfehlt werden. Daher dauern die Klimaproteste weiter an – auch in Münster.

Die Organisation "Fridays for Future" rief am Freitag (25. Juni) gleich zu zwei Protesten in der Domstadt auf. Knapp 1000 Teilnehmer schlossen sich den Demonstrationszügen an. Einer startete um 14 Uhr als Laufdemo vom Prinzipalmarkt durch die Innenstadt zum Schlossplatz, gleichzeitig begann auch eine Fahrraddemo, die am Schlossplatz startete und endete. In den vergangenen Wochen hatten die Klimaaktivisten bereits mehrmals auf der B51 in Münster demonstriert.

Klimademo in Münster: Teilnehmer kritisieren Politik

Drei Monate vor der Bundestagswahl waren die Forderungen der Teilnehmer an die Bundes- sowie die Lokalpolitik eindeutig: Deutschland müsse innerhalb der kommenden 15 Jahre klimaneutral werden, um die Erderhitzung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. In Münster müsse zudem der Beschluss zur Klimaneutralität bis 2030 umgesetzt werden. "Wir gehen für Klimagerechtigkeit auf die Straße. Einerseits muss heute mehr getan werden, um uns als jüngere Generationen vor den Folgen der Klimakrise zu schützen. Aber wir schließen uns auch dem Kampf der schon heute am meisten von der Klimakrise betroffene Menschen für eine klimagerechte Zukunft an", betonte Marlena Grab die Hintergründe des Protestzugs von "Fridays for Future".

Marek Blanke von "Fridays for Future" kritisierte, dass seitens der Politik in den vergangenen Jahren zu wenig getan wurde. "Jetzt müssen sogar schon Gerichte die Regierungen und Unternehmen zu ausreichendem Klimaschutz verpflichten! Die Urteile bestärken unsere Forderungen nach Klimagerechtigkeit”, bekräftigte sie den Kampf für Klimaschutz in Deutschland und Münster. Das Bundesverfassungsgericht hatte das Klimaschutzgesetz des Bundes im vergangenen April in Teilen für verfassungswidrig erklärt.

Laut Polizeiangaben hat es während der Klimademos nur geringe Verkehrsbehinderungen gegeben. Die Veranstalter von "Fridays for Future" kündigten indes kurz vor der Bundestagswahl am 26. September einen "weiteren großen Klimastreik in Münster" an.

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