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Konflikt mit Russland

Frühwarnstufe für Gasversorgung ausgerufen: Was bedeutet das für Münster?

Münster

Deutschland bereitet sich auf einen Lieferstopp für Gas aus Russland vor. Daher wurde die erste Stufe eines Notfallplans ausgerufen. Drohen auch in Münster Engpässe?

Von Sohrab Dabir

Der Bundeswirtschaftsminister ruft die Bürger dazu auf, sparsam mit Gas umzugehen. (Symbolbild) Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Die Grünen) hat am Mittwoch (30. März) die Frühwarnstufe des Notfallplans Gas in Kraft gesetzt. Damit bereitet sich Deutschland auf einen möglichen Lieferstopp aus Russland vor, um die Versorgung danach weiterhin gewährleisten zu können.

Das Ministerium sieht Grund zur Sorge, dass sich die Gas-Versorgung in Deutschland erheblich verschlechtern könnte. Zuvor hatten die europäischen Regierungschefs die russische Forderung abgelehnt, Gaslieferungen in Rubel bezahlt zu wollen. Was hat das Ausrufen der Frühwarnstufe nun für Auswirkungen auf die Versorgung in Münster?

Münster: Gasversorgung ist weiterhin gesichert

Wie die Stadtwerke Münster informieren, ist die Versorgung in der Stadt trotz des nun eingeleiteten Schrittes nicht gefährdet. "Die Ausrufung der Frühwarnstufe ändert für die Gas- und Fernwärmekunden in Münster akut nichts. Wir [...] bereiten uns seit Kriegsbeginn vorsorglich auf ein solches Notfallszenario vor", betont Sebastian Jurczyk, Vorsitzender des Stadtwerke-Konzerns. "Die Gasversorgung in Münster ist sicher und gesichert."

Insbesondere Haushalte und schützenswerte Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Pflegeheime gehörten laut Angaben der Stadtwerke Münster zu den besonders geschützten Gas-Kunden, deren Versorgung Vorrang vor großen Industrieabnehmern habe. Bei der Frühwarnstufe handelt es sich um die erste von insgesamt drei Warnstufen im Notfallplan Gas der Bundesregierung. Nach der Frühwarnstufe käme zunächst die Alarmstufe, im letzten Schritt dann die Notallstufe.

In der ersten Frühwarnstufe gehe es vor allem darum, Marktakteure und Politik auf mögliche Engpässe einzustellen und einen gemeinsamen Krisenstab zu bilden. Wie Robert Habeck betonte, müsse Deutschland zwar für den Fall einer Eskalation durch Russland gewappnet sein, die Gesamtversorgung für Gasverbraucher in Deutschland sei jedoch aktuell weiterhin gesichert. Dennoch appellierte der Minister an die Bürger, Gas zu sparen. Jede eingesparte Kilowattstunde Energie helfe, so der Grünen-Politiker.

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