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Fall nimmt erfreuliches Ende

Vater vergräbt Plazenta – Polizei deckt Hintergründe auf

Münster

Ein Zeuge alarmierte die Polizei, nachdem er in Angelmodde eine Plazenta, also den Mutterkuchen eines Säuglings, entdeckt hatte. Der Vorfall in Münster nahm ein gutes Ende.

Von Dario Teschner

Eine Hundertschaft suchte in Münster das Gebiet rund um den Kirchplatz in Angelmodde ab (Symbolbild). Foto: Martin Wichmann/dpa

Update: 1. Juli, 16.44 Uhr. Die Polizei Münster hat neue Erkenntnisse zu dem Fund einer Plazenta in Angelmodde mitgeteilt. "Nach dem Fahndungsaufruf hatte sich ein Münsteraner bei den Ermittlern gemeldet. Dieser gab an, dass er vor wenigen Tagen die Plazenta seiner Frau in der Nähe des Fundortes vergraben habe, um anschließend einem Brauch zufolge einen Lebensbaum darauf zu pflanzen", heißt es in der Mitteilung der Beamten am Donnerstag. Die polizeilichen Ermittlungen kamen zu dem Ergebnis, dass der Vater die Wahrheit gesagt hat. Ein strafrechtlich relevanter Hintergrund sei für die Fahnder nicht erkennbar gewesen. Mutter und Kind erfreuen sich bester Gesundheit, versicherten die Beamten. Der Fall fand somit ein erfreuliches Ende.

Münster: Plazenta-Fund löst Großeinsatz aus

Am Montag (28. Juni) meldete sich ein Zeuge bei der Polizei in Münster, weil er offenbar eine menschliche Plazenta an der Straße Kirchplatz entdeckt hatte. Der Fund war für die Behörden Anlass genug, eine umfangreiche Suche nach dem Säugling und der Kindesmusster zu starten.

Mit einem Großaufgebot waren die Einsatzkräfte am Mittwoch (30. Juni) in Angelmodde, um nach Hinweisen zu suchen. "Untersuchungen bestätigten die erste Vermutung, dass es sich um eine menschliche Plazenta handelt", heißt es in einer Mitteilung der Polizei Münster. Eine Hundertschaft nahm den Fundort im Bereich Kirchplatz unter die Lupe. Bei dem Einsatz kam auch eine Drohne zum Einsatz. 

Erkenntnisse zu dem Neugeborenen und dessen Mutter liegen der Polizei derzeit noch nicht vor. Daher bitten die Beamten Zeugen, die möglicherweise Angaben zu dem Sachverhalt machen können, sich zu melden. Wer in den den Tagen vor dem 28. Juni Beobachtungen am Kirchplatz in Angelmodde gemacht hat, kann sich unter der Rufnummer 0251/27 50 mit der Behörde in Verbindung setzen. Die Frau, die den Säugling zur Welt gebracht hat, wird gebeten, sich der Polizei anzuvertrauen.

Ebenfalls für Aufsehen sorgt aktuell in Münster ein möglicher Bombenfund am Aasee. Am kommenden Montag (5. Juli) soll der Verdachtspunkt von Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Arnsberg untersucht werden. Sollte es sich tatsächlich um einen Blindgänger handeln, droht eine Evakuierung. 

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