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Kritik an Spahn-Debatte

Trotz steigender Inzidenz: Impfzentrum Münster bleibt geschlossen

Münster

Der Herbst sorgt wieder für steigende Infektionszahlen – auch in Münster. Dennoch soll das Impfzentrum nicht wieder reaktiviert werden.

Von Sohrab Dabir

Entgegen des Vorschlags von Jens Spahn soll das Impfzentrum in Münster nicht wieder öffnen. (Symbolbild) Foto: dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte dieser Tage für Verwirrung gesorgt: Aufgrund der steigenden Infektionszahlen sei es sinnvoll, so der Münsterländer, die Impfzentren wieder reaktivieren. Auch, um die Booster-Impfungen zu bewältigen. Seit Ende September waren die Zentren bundes- und landesweit geschlossen worden.

Auich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte sich dieser Forderung angeschlossen. Kritik gab es jedoch unter anderem Seitens des Hausärzteverbandes. Es gebe keinen Grund, betonte deren Bundesvorsitzender Ulrich Weigeldt, wieso die Hausärzte die Booster-Impfungen nicht würden bewältigen können. Auch in Münster sieht man keine Veranlassung dazu, das Impfzentrum wieder zu öffnen.

Münster setzt auf Hausärzte und mobile Impfteams

Nach der Schließung des Impfzentrums Münster Ende September haben die Hausärzte sowie mobile Teams die Corona-Impfungen übernommen. Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer betonte, dass das Zentrum an der Halle Münsterland auch vorerst nicht wieder reaktiviert werden solle. Menschen, für die die Booster-Impfung zunächst angedacht ist, also über 70-Jährige, immungeschwächte Personen sowie Pflegepersonal, könnten diese bei ihren Hausärzten bekommen.

Die von Gesundheitsminister Jens Spahn begonnene Debatte über die Reaktivierung der Impfzentren hält Wolfgang Heuer für "nicht sachgerecht", wie er gegenüber der WN betonte. Dies würde lediglich zur Verunsicherung der Menschen führen. Er wünscht sich unterdessen eine gerechte Ansprache gegenüber den noch ungeimpften Personen sowie eine Entbürokratisierung des Impfverfahrens. In Münster beträgt die 7-Tage-Inzidenz derzeit 77,1 (Stand: 3. November).

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