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Kampf gegen Corona

Gute Nachrichten: Impftermine für jeden ab Samstag freigeschaltet

Münster

Bis Ende Juli soll jeder Bürger in NRW ein Impfangebot bekommen. Um dieses Ziel zu erreichen, kann ab Samstag jeder einen Termin beim Impfzentrum vereinbaren. Dabei gibt es neue Regeln.

Von Sohrab Dabir

Frust hatte sich vielerorts breit gemacht: Am vergangenen Mittwoch (23. Mittwoch) sollten für die Impzentren wieder Termine für Erstimpfungen vergeben werden. Jedoch stellte sich schnell heraus, dass das Land NRW doch nicht die Menge an Impfdosen erhält, wie zunächst gedacht. 

Bei den Impfzentren wie etwa in Münster konnten demnach keine neuen Termine gemacht werden. Doch das soll sich schon sehr wieder bald ändern. Am Donnerstag (24. Juni) verkündete NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU), dass das Terminportal des Landes ab Samstag (26. Juni) verändert werde. 

Impfzentrum in Münster soll Ende September schließen

Demnach könne jeder NRW-Bürger, der sich gegen das Coronavirus impfen lassen möchte, ab Samstag einen Termin machen. In Münsterland und Ostwestfalen ist dafür die Homepage der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe die richtige Anlaufstelle. Sollte das örtliche Impfzentrum, etwa in Münster, keinen Termin frei haben, könne auch anderorts ein Impftermin vereinbart werden. "Wir haben in dieser Frage keine Gebietszuschnitte mehr", sagte Karl-Josef Laumann. Im Münsterland gibt es insgesamt fünf Impfzentren.

Sollte es keine unerwarteten Komplikationen bei der Impfstoff-Beschaffung mehr geben, geht der Gesundheitsminister davon aus, dass bis Ende Juli jedem Bürger in NRW ein Impfangebot gemacht werden könne. Ende September, wenn möglichst alle Impfwilligen ihren Schutz bekommen haben, plant die Landesregierung dann die Impfzentren, die im Monat 93 Millionen Euro an Kosten verschlingen, zu schließen. Danach werde man auf kommunale Impfteams setzen.

Ab Samstag kann sich jeder im Impfzentrum Münster impfen lassen (Symbolbild). Foto: Marijan Murat/dpa

NRW verlängert Corona-Schutzverordnung

Karl-Josef Laumann verlies am Donnerstag auch die "erfreulichsten Zahlen", die er seit Monaten verkünden könne, wie er betonte. Die Inzidenz liegt landesweit bei 6,8. In den Krankenhäusern in NRW sind derzeit nur noch 410 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung stationiert – 165 davon auf der Intensivstation. "Wir haben mittlerweile eine sehr gute Situation und keine nennenswerte Belastung mehr in den Krankenhäusern", sagte der CDU-Politiker. 

Dennoch warnte der Gesundheitsminister vor der Delta-Variante des Coronavirus, die momentan in NRW knapp 15 Prozent aller Neuinfektionen ausmacht. Die Mutation aus Indien ist weitaus ansteckender als die britische Corona-Mutation. Deshalb wurde die Corona-Schutzverordnung des Landes NRW auch bis zum 8. Juli verlängert.

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