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Fünf Urlauber wieder frei

Feuer auf Mallorca: Erste Kegelbrüder zurück in Münster

Münster

Weil sie auf Mallorca ein Feuer verursacht haben sollen, sitzen mehrere Kegelbrüder aus Münster in Haft. Nun sind einige von ihnen zurück in der Heimat.

Von Sohrab Dabir, Dario Teschner und Sven Haverkamp

Passanten gehen nach einem mutmaßlich von deutschen Touristen verursachten Brand am Restaurant «Why Not Mallorca?» vorbei. Foto: Clara Margais/dpa

Update: 10. Juni. Die fünf Kegelbrüder, die bereits auf Kaution aus dem Gefängnis entlassen wurden, sind mittlerweile wieder in Münster angekommen. Laut der WN heißt es aus dem Umfeld der Männer: "Sie berichten, dass sie in der U-Haft gut behandelt wurden und sich gegenseitig unheimlich gestärkt haben."

Vier der Männer durften das Gefängnis auf Kaution verlassen, für die jeder 12.000 Euro gezahlt hat. Einer von ihnen wurde ohne Auflagen entlassen, da er während des Ausbruchs des Feuers offenbar unter der Dusche stand.

Update: 9. Juni. Am Mittwoch haben zwei Zeuginnen vor dem Untersuchungsrichter auf Mallorca ausgesagt. Eine der beiden belastet die acht verbliebenen Kegelbrüder, die noch in Untersuchungshaft sitzen, weiterhin schwer.

Nach Informationen der Mallorca-Zeitung habe die Zeugin ihre bisherigen Angaben wiederholt. Sie will die Beschuldigten direkt über dem in Brand geratenen Schilfdach der Bar "Why not Mallorca" eindeutig erkannt haben. Die Kegelbrüder hätten eine Flüssigkeit und Zigarettenkippen auf das Dach geworfen, sagte sie. Dadurch sei das Feuer entfacht worden. Die 13 Kegelbrüder beteuern jedoch weiter ihre Unschuld. Fünf Urlauber wurden inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen.

Update: 7. Juni. Fünf von 13 Kegelbrüdern aus Münster sollen nach dem Brand auf Mallorca aus der Untersuchungshaft entlassen worden sein. Aus einem Bericht der Mallorca Zeitung geht hervor, dass vier von ihnen eine Kaution von jeweils 12.000 Euro gezahlt haben, um freizukommen. Ihre Hotelzimmer seien nicht in die Richtung ausgerichtet gewesen, in der das Feuer ausgebrochen war, heißt es.

Den übrigen acht Kegelbrüdern wird weiterhin vorgeworfen, mit verschüttetem Alkohol und brennenden Kippen das Schilfdach einer Gastronomie angezündet zu haben. Obwohl sie die Brandstiftung abstreiten, müssen sie vorerst in U-Haft bleiben, entschied ein Richter. Des Weiteren wurde gegen die Beschuldigten eine Solidarhaftung in Höhe von 500.000 Euro für eingetretene Schäden verfügt. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, könnte diese Geldstrafe wirksam werden.

Medienberichten zufolge hätten die Inhaftierten im Gefängnis bisher aber einen sehr positiven Eindruck hinterlassen. Am Pfingstwochenende wurden sie von Kirchenmitgliedern sowie vom deutschen Konsulat besucht. Einige Indizien sprechen gegen die Kegelbrüder, doch in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Videomaterial die Münsteraner entlasten könnte. Die Aufnahmen sollen zeigen, wie zwei Männer, die nicht der Gruppe angehören, kurz vor dem Brand an der betroffenen Bar standen. Des Weiteren hätten die Beschuldigten andere Gäste vor dem Feuer gewarnt. Die Ermittlungen dauern an.

Nach Brand auf Mallorca – fünf Münsteraner kommen frei

Update: 3. Juni. Schon seit mehreren Tagen sitzt ein 13-köpfiger Kegelclub aus Münster in Untersuchungshaft. Den Männern wird vorgeworfen, ein Feuer in einer Bar auf Mallorca verursacht zu haben. Nachdem eine Zeugin die Münsteraner zuletzt entlastet hatte, sollen fünf von ihnen freigelassen werden. Alle beteuern, unschuldig zu sein. Doch der Richter glaubte offenbar nur Teilen der Gruppe.

Vier der Beschuldigten würden gegen Zahlung einer Kaution von je 12.000 Euro freikommen, berichtete die Mallorca Zeitung. Ein fünfter soll schon ohne Auflagen die U-Haft verlassen haben. Ein Richter habe für den Kegelclub aus Münster eine gemeinsame Haftung in Höhe von 500.000 Euro auferlegt, heißt es in dem Bericht weiter. Ob die Männer jetzt zurück nach Hause reisen dürfen, steht noch nicht fest. Wegen Brandstiftung sitzen acht Münsteraner vorerst weiterhin in U-Haft. Bei dem Feuer am 20. Mai erlitten zwei Personen Verletzungen und zwei Lokale wurden massiv beschädigt.

Kegelclub auf Mallorca in U-Haft: Zeugin entlastet die Münsteraner

Update: 1. Juni. Was genau ist am 20. Mai auf Palma de Mallorca geschehen? Nachdem der Anwalt der 13 inhaftierten Männer Beweise für deren Unschuld haben will, äußert nun auch eine Augenzeugin Zweifel an den bisherigen Schilderungen der Geschehnisse. Den Münsteranern wird vorgeworfen, Zigarettenstummel auf das Dach einer Bar geworfen zu haben, die kurz danach in Brand geriet. Ein weiteres Lokal sowie eine Wohnung wurden ebenfalls beschädigt – eine Person zudem verletzt. Seitdem sitzen die Beschuldigten in U-Haft.

So berichtet die Augenzeugin, dass die Mitglieder des Kegelclubs sich gar nicht in Wurfweite des Lokals "Why not Mallorca" befunden hatten, das in Flammen aufging. Gegenüber der "Mallorca Zeitung" gibt die Frau an, dass die Münsteraner am Tag des Vorfalls lauten Lärm gemacht hätten, weswegen sie vor die Tür getreten sei. Dabei sah sie, wie die Männer sich gegenseitig mit Bier begossen und ihre Zigarettenstummel auf die Straße geworfen hätten. Dann habe sie gesehen, dass das Schilfdach der Bar gebrannt habe.

Die Balkone der Urlauber aus Münster seien jedoch drei Zimmer von dem Balkon entfernt gewesen, der direkt an die Terrasse des "Why not Mallorca" angrenzt. Bei der Polizei habe die Anwohnerin daraufhin dahingehend eine Aussage gemacht. "Ich hab ihnen gesagt, ich weiß natürlich nicht, ob sie vorher auf den Balkon direkt über der Bar gesprungen waren. Aber ich habe sie dort nicht gesehen", wird sie von der Zeitung zitiert. Die Ermittler gehen jedoch davon aus, dass die Kegelbrüder auf den angrenzenden Balkon gesprungen seien. Nachdem das Lokal in Brand geraten war, soll eine Sicherheitskamera die 13 Männer bei der Flucht aus dem Hotel aufgenommen haben.

Erstmeldung: 30. Mai. Der Brand einer Bar auf Palma de Mallorca am 20. Mai hat für 13 Männer aus Münster drastische Konsequenzen. Seit über einer Woche sitzen sie in Untersuchungshaft – ihnen wird Brandstiftung vorgeworfen. An dem Tag sollen sie auf dem Balkon ihres Hotels gefeiert und dabei Zigarettenstummel auf das Dach der Kneipe "Why not Mallorca" geworfen haben.

Kurze Zeit später geriet die Gaststätte in Brand – auch ein angrenzendes Lokal wurde durch das Feuer schwer beschädigt. Der Anwalt der 13 Männer aus Münster ist jedoch überzeugt, dass seine Mandanten unschuldig seien. Sie hätten vielmehr versucht, andere Hotelgäste vor den Flammen zu retten, betonte er gegenüber der "Bild". Zudem will der Anwalt weitere Beweise für die Unschuld der Mitglieder des Kegelclubs "Stramm am Tisch" haben.

Hotelbrand auf Mallorca: Anwalt von Unschuld des Kegelclubs aus Münster überzeugt

So soll der Anwalt über Videomaterial verfügen, das von einem Gebäude gegenüber des Hotels aufgenommen wurde, in dem die Münsteraner untergebracht waren. Darin soll wohl zu sehen sein, wie zwei Männer Zigaretten auf das "Why not Mallorca" werfen. Dabei soll es sich jedoch nicht um die Beschuldigten des Kegelclubs handeln. Zudem sollen sich die Männer zum Zeitpunkt, an dem das Lokal auf der spanischen Insel in Brand geraten war, in ihren Zimmern für den bevorstehenden Abend fertig gemacht haben.

Des Weiteren sei das Hotel der 13 Münsteraner etwa 13 bis 18 Meter vom Dach des "Why not Mallorca" entfernt gewesen, weswegen es für den Anwalt ausgeschlossen sei, dass eine Zigarette von dort aus auf das Schilfdach hätte landen können. Weitere WhatsApp-Videos und -Bilder sollen zudem die Unschuld der Inhaftierten belegen. Die Beschuldigten sitzen derzeit in einem mallorquinischen Gefängnis in Zwei-Mann-Zellen und haben dieser Tage Besuch von ihren Vätern erhalten. Bei sechs der 13 Personen soll es sich um Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Münster handeln. Einer soll zudem Verwaltungsmitarbeiter der Stadt sein.

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