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Bundespolizei ermittelt in drei Fällen

Mehrere Maskenverweigerer greifen Zugbegleiter an

Münster/Haltern/Rheine

In drei Zügen kam es zuletzt zu Angriffen von Maskenverweigerern. In einem Fall wurde ein Zugbegleiter verletzt.

Von Sohrab Dabir

Mit drei Maskenverweigerern musste sich die Bundespolizei im Münsterland binnen weniger Stunden beschäftigten. (Symbolbild) Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Am vergangenen Freitag (3. März) hatte es die Bundespolizei Münster mit gleich mehreren Maskenverweigerern in Zügen im Münsterland zu tun. Zunächst verweigerte ein 20-Jähriger auf der Strecke von Haltern nach Münster sowohl seine Maske aufzusetzen als auch seine Personalien anzugeben.

Während der Vorfall noch relativ glimpflich verlief – der Wohnungslose leistete bei der Durchsuchung nach Ausweisen erheblichen Widerstand und wurde festgenommen – kam es bei den nachfolgenden Fällen zu tätlichen Angriffen auf Zugbegleiter durch Maskenverweigerer.

Münster: Maskenverweigerer verletzt Zugbegleiter

Als am selben Nachmittag ein Zugbegleiter einen uneinsichtigen Maskenverweiger auf der Strecke von Dortmund nach Münster von der Weiterfahrt ausschließen wollte, griff dieser den Beamten an. "Er schubste den Zugbegleiter und versuchte, ihm einen fremden Ausweis zu entreißen", berichtet die Bundespolizei. Der Mann fiel zu Boden und versuchte, den Kontrolleur zu schlagen und zerriss dabei dessen Kleidung. Der Beamte wurde dabei leicht verletzt. An der Haltestelle Capelle in Nordkirchen (Kreis Steinfurt) flüchtete der Täter. Die Polizei sucht nun nach einem etwa 1,70 Meter großen Mann mit kurzen schwarzen Haaren,  der eine schwarze Jeans und eine grün-graue Jacke mit rotem Emblem am Ärmel tug. Zudem führte der Mann einen kleinen Hund an einer orangefarbenen Leine mit sich. Hinweise werden unter der kostenfreien Nummer 0800/6 888 000 entgegengenommen.

Wenige Stunden später kam es auf der Strecke Münster und Rheine zu einem ähnlichen Vorfall. Nachdem ein 20-jähriger Maskenverweigerer an der Haltestelle in Neuenkirchen des Zuges verwiesen wurde, versuchte dieser kurz vor der Abfahrt wieder einzusteigen. "Er wurde durch einen Bundespolizisten, der sich auf dem Heimweg befand, daran gehindert, was der alkoholisierte Mann mit wüsten Beschimpfungen und Beleidigungen quittierte", heißt es in einer Mitteilung. Der Mann setzte unvermittelt zu einem Schlag gegen den Polizisten an, dem dieser jedoch ausweichen konnte. Der Beamte konnte den Mann schließlich fesseln – anschließend wurden Verfahren wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte sowie wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht gegen ihn eingeleitet.

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