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33-Jähriger in Haft

Missbrauchsfall Münster: Ermittlungen führen zu weiterer Festnahme

Münster/Regensburg

Die Ermittlungen im Missbrauchskomplex Münster sind noch lange nicht abgeschlossen. Die Polizei nahm jetzt einen Mann aus Regensburg fest.

Von Sohrab Dabir

Der Missbrauchskomplex Münster – hier die inzwischen abgerissene Gartenlaube, in der viele der Taten begangen wurden – hat nach Einschätzung des Jugendamtes die Sensibilität der Menschen für sexuellen Missbrauch von Kindern erhöht. Foto: Marcel Kusch/dpa

Ein Dutzend Anklagen hat es im Missbrauchskomplex Münster bislang gegeben – nun konnte ein weiterer Tatverdächtiger festgenommen werden. Wie die Polizei am Freitag (2. Juli) mitteilte, führten neuste Ermittlungen jetzt zu einem 33-Jährigen aus Regensburg (Bayern).

Durch die Auswertung von sichergestelltem Bild- und Videomaterial kamen sie dem Mann aus Oberbayern auf die Spur. In Zusammenarbeit zwischen den Staatsanwaltschaften in Münster und Regensburg wurde Haftbefehl gegen den Regensburger erlassen sowie dessen Wohnanschrift und Arbeitsplatz durchsucht. 

Münster: Wohnung des Regensburgers als Tatort identifiziert

Am Mittwoch (30. Juni) wurde der 33-Jährige von Ermittlern der EK Rose und der Polizei Regensburg festgenommen. Bei der Durchsuchung der Wohnung konnte diese zweifelsfrei als Tatort von schweren sexuellen Missbrauchshandlungen an Kindern identifiziert werden. Zudem wurden noch weitere Datenträger sichergestellt. Ob es sich bei dem missbrauchten Kind um den Ziehsohn von Adrian V. aus Münster handelt, ist unklar. Die Ermittlungen in der Sache führen ins europäische Ausland und dauern weiter an, wie die Beamten mitteilen.

Das Verfahren gegen den 33-Jährigen wird vom Rest des Missbrauchskomplexes abgetrennt und von den Ermittlungsbehörden in Regensburg weitergeführt. Derweil wird das Urteil gegen Adrian V. und drei weitere Angeklagte mit Spannung erwartet. Im Hauptprozess wird am kommenden Dienstag (6. Juli) das Urteil am Landgericht Münster gesprochen. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den Hauptbeschuldigten eine Haftstrafe von 14 Jahren mit anschließender Sicherheitsverwahrung gefordert. Der 28-Jährige hatte über mehrere Monate vor allem seinen heute elfjährigen Ziehsohn schwer missbraucht, die Taten gefilmt und den Jungen vielen verschiedenen Männern zum Missbrauch angeboten.

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