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Vierter Verhandlungstag

Missbrauchsprozess in Münster: Opfer sagt gegen seine Mutter nicht aus

Münster

Der Prozess gegen Sabrina K. aus Münster ging in dieser Woche weiter. Ihr Kind entschied sich, nicht gegen die Frau auszusagen.

Von Sohrab Dabir

Zu Beginn des Prozesses im Missbrauchskomplex Münster wird die Sabrina K. von einer Justizbeamtin in den Saal des Landgerichts Münster geführt. Foto: Guido Kirchner/dpa

Sabrina K. hatte die ihr vorgeworfenen Taten bereits am ersten Verhandlungstag in Münster bestritten. Sie soll vom Missbrauch an ihrem eigenen Sohn gewusst haben und den heute elfjährigen in einigen Fällen dazu animiert haben, sexuelle Handlungen an Adrian V. zu unternehmen. Dem Kind drohte eine Aussage vor Gericht.

Jedoch weigert sich das Opfer, gegen seine Mutter vor dem Landgericht Münster auszusagen. Dies wurde während des vierten Verhandlungstags bekannt. Der Junge beruft sich dabei auf sein Zeugnisverweigerungsrecht, erklärte sich jedoch bereit, dass seine während der polizeilichen Vernehmung getätigten Aussagen verwendet werden dürfen.

Prozess in Münster: Sabrina K. drohen bis zu 15 Jahre Haft

Was Bestandteil dieser Aussagen war, ist jedoch nicht bekannt. Anfang August begann der Prozess gegen Sabrina K. am Landgericht Münster. Bei einer Verurteilung droht der Frau eine Freiheitsstrafe zwischen zwei und 15 Jahren. Während der Verhandlung belasteten mehrere bereits verurteilte Täter die 31-Jährige.

Der zu neun Jahren wegen schweren Kindesmissbrauchs verurteilte Yunus C. hatte die Mutter des Opfers bereits während seiner Vernehmung schwer belastet, am Landgericht Münster mussten kürzlich vier weitere Täter aussagen. Der Prozess findet zum Schutz des Opfers unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Ein Urteil wird im September erwartet.

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