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Wuppertaler vor Gericht

Weiterer Missbrauchsprozess gestartet: Angeklagter bestreitet Vorwürfe

Münster

Er soll einer von vielen Männern gewesen sein, der den Ziehsohn von Adrian V. missbraucht hat. Am Dienstag begann in Münster der Prozess gegen einen 38-Jährigen.

Von Sohrab Dabir

Am Landgericht Münster begann der Prozess gegen einen Wuppertaler wegen schweren Kindesmissbrauchs. Foto: Friso Gentsch

Im März 2019 soll ein heute 38-Jähriger aus Wuppertal den Ziehsohn von Adrian V. in einem Waldstück bei Dülmen schwer missbraucht haben. Ermittler waren dem Mann durch Chatverläufe auf die Schliche gekommen und nahmen ihn im Dezember 2020 fest. Am Dienstag (17. August) begann der Prozess in Münster gegen den Angeklagten.

Es war zum damaligen Zeitpunkt die zwölfte Anklage im Missbrauchskomplex Münster – und es ist der mittlerweile 14. Prozess in dem Fall. Beim Prozessauftakt, der zum Schutz des Opfers unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten wurde, bestritt der Wuppertaler, den heute elfjährigen Ziehsohn von Adrian V. missbraucht zu haben.

Prozess in Münster: Angeklagter soll Kind im Auto missbraucht haben

Der 38-Jährige gab lediglich zu, kinderpornografische Bilder besessen und getauscht zu haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sich der Angeklagte und der bereits verurteilte Adrian V. aus Münster im Februar 2019 kennengelernt und für den darauffolgenden Monat ein Treffen vereinbart haben. Vor diesem Treffen soll der Wuppertaler ein Nacktfoto des Kindes angefordert haben, das ihm der Haupttäter zukommen ließ. In seinem Auto soll der Beschuldigte den Jungen dann missbraucht haben.

Voraussichtlich Mitte September soll das Urteil gegen den Mann gefällt werden. Vor dem Landgericht Münster läuft derzeit auch der Prozess gegen die Mutter des Opfers. Die Frau soll gewusst haben, dass ihr Kind missbraucht wird und sich zum Teil an den Taten beteiligt haben. Zwei verurteilte Täter belasteten die Frau zuletzt schwer. 

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