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Nach Flucht

Mörder von Nicolle Schalla: Ralf H. wieder in Deutschland

Dortmund/Münster

Einem verurteilten Mörder aus Münster gelang kurz vor Haftantritt eine spektakuläre Flucht. Nun wurde er zurück nach Deutschland überführt.

Von Sohrab Dabir

Der 56-Jährige war 2020 zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Foto: Bernd Thissen/dpa/Archiv

Ralf H., der Mörder der damals erst 16-jährigen Nicole Schalla, ist wieder in Deutschland. Der 56-Jährige aus Münster, der zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden war, hatte sich vor seinem Haftantritt Ende Dezember seiner Fußfessel entledigt und ergriff daraufhin die Flucht.

Nach mehreren Tagen konnte der Mörder in Enschede gefasst werden. Seitdem saß der Münsteraner im niederländischen Gefängnis und wartete auf seine Auslieferung nach Deutschland. Am Mittwoch (9. März) wurde der verurteilte Mörder an der deutsch-niederländischen Grenze den hiesigen Behörden übergeben. Daraufhin wurde er zunächst in die nächstgelegene JVA gebracht, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund bestätigte.

Ralf H. aus Münster zu lebenslanger Haft verurteilt

Anschließend wird Ralf H. in eine nicht näher genannte JVA gebracht, in der er seine lebenslange Haftstrafe absitzen wird. 1993 hatte der Mann die damals erst 16 Jahre alte Nicole Schalla überfallen und erwürgt. Im Januar 2021 wurde der Münsteraner schließlich verurteilt.

Da die Justiz jedoch keine Fluchtgefahr sah, konnte der 56-Jährige nach dem Urteilsspruch auf freiem Fuß bleiben. Nachdem der Bundesgerichtshof im vergangenen Dezember das Urteil für rechtskräftig erklärt hatte, befreite sich der Mörder von seiner Fußfessel und floh mithilfe seiner Lebensgefährtin in die Niederlande. Gegen die Frau wird gesondert ermittelt.

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