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Durchsuchungen in zwei Bundesländern

Großrazzia: Polizei geht gegen verdächtige Schleuser vor

Münster

Die Bundespolizei hat mehrere Wohnungen in Sachsen-Anhalt und NRW durchsucht. Auch in Münster gingen die Ermittler gegen mutmaßliche Schleuser vor.

Von Dario Teschner

Die Bundespolizei geht in Münster und Halle (Saale) gegen Schleuser vor. Foto: Armin Weigel/dpa

Am Mittwoch (21. Juli) haben Einsatzkräfte der Bundespolizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Dresden Durchsuchungsbeschlüsse, wegen des Verdachtes des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern, in Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen umgesetzt. Auch im Münsterland gab es einen Einsatz. Im Fokus der Ermittlungen stehen zwei Männer aus Syrien im Alter von 35 und 43 Jahren. Den Beschuldigten wird vorgeworfen in mindestens sieben Fällen syrische Staatsangehörige von Österreich nach Deutschland und Belgien eingeschleust zu haben.

Münster: Polizei sichert Beweise gegen Schleuserbande

Eine der Taten soll sich im November vergangenen Jahres auf der A17 zugetragen haben. Drei Personen sollen dabei unerlaubt nach Deutschland eingereist sein. "Die anschließenden Ermittlungen der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel ergaben Beweise, dass für diese Tat eine Schleuserorganisation verantwortlich war", heißt es in einer Pressemitteilung. In Halle (Saale) und Münster wurden deshalb nun Wohnungen durchsucht.

In den frühen Morgenstunden wurden die beiden Hauptbeschuldigten von den Ermittlern der Bundespolizei in ihren Wohnungen überrascht. Zahlreiche Beweise, darunter Smartphones, verfahrensrelevante Geschäftsunterlagen und ein Geldbetrag in Höhe von rund 11.000 Euro konnten durch die Beamten sichergestellt werden. Im nächsten Schritt werden die gefundenen Beweisstücke gesichtet und ausgewertet. 

Münster: Mutmaßliche Schleuser bleiben auf freiem Fuß

Nach Angaben der Bundespolizei Berggießhübel wurden bei den Einsätzen in Münster und Halle (Saale) keine Haftbefehle vollstreckt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern dauern weiter an. Rund 35 Ermittler waren an der Razzia in NRW und Sachsen-Anhalt beteiligt. 

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