1. www.hallo24.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Münster: Regenbogenfahne verbrannt – OB Lewe zeigt sich entsetzt

  6. >

Pride-Weeks

Regenbogenfahnen in Münster verbrannt: Oberbürgermeister zeigt sich entsetzt

Münster

Als Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit hängt seit Wochen eine Regenbogenfahne am Rathaus in Münster. In der Stadt wurden in den vergangenen Tagen nun derartige Fahnen von Gegnern einer toleranten Welt beschädigt. 

Von Sohrab Dabir

Die Regenbogenfahne, die am Stadtweinhaus in Münster hängt. Foto: Amt für Kommunikation, Stadt Münster.

Das Stadtweinhaus, neben dem historischen Rathaus von Münster gelegen, zeigt seit einigen Wochen, wofür die Stadt am Aasee steht: Toleranz, Weltoffenheit und gegen Diskriminierung jeglicher Art. Daher hängt dort anlässlich der "Pride-Weeks" eine Regenbogenfahne.

In der jüngsten Verhangenheit wurden in Deutschland vermehrt solcher Fahnen von Menschen beschädigt und verbrannt – so zum Beispiel an zwei Schulen in Ostwestfalen. Nun kam es auch in Münster zu so einem Vorfall.

Verbrannte Regenbogenfahne in Münster wird polizeilich verfolgt

Oberbürgermeister Markus Lewe zeigte sich entsetzt darüber, dass Regenbogenfahnen abgerissen und verbrannt worden sind. "Münster ist eine weltoffene und tolerante Stadt. Ich kann nicht fassen, dass Menschen in Münster ihre Meinung über Zerstörung kundtun. Vandalismus ist eine Straftat und wird polizeilich verfolgt. Die Regenbogenfahne ist Symbol für die Gleichbehandlung von Menschen. So soll selbstverständlich auch weiterhin das Zusammenleben in Münster gestaltet sein". betonte er in einem Statement am Mittwoch (18. August).

Zum Abschluss der "Pride-Weeks" wird am 28. August (Samstag) der Christopher Street Day (CSD) in der Stadt gefeiert – mit einer Abschlussveranstaltung auf dem Schlossplatz. In Münster hat das Fest mittlerweile Tradition. Bereits 1972 gingen in der Stadt erstmals Menschen auf die Straße, um gegen Homophobie zu demonstrieren.

Startseite