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Sichere Unterkünfte

"Schwer traumatisiert": Erste Vertriebene aus der Ukraine in Münster angekommen

Münster

Knapp eine Woche nach Kriegsbeginn in der Ukraine hat die Stadt Münster die ersten Vertriebenen aufgenommen. Schon kurzfristig werden noch weitaus mehr Menschen erwartet.

Von Sohrab Dabir

Aus der Ukraine geflüchtete Menschen am Grenzübergang Mayaky-Udobne. Wegen des russischen Angriffs auf ihre Heimat sind Hunderttausende auf der Flucht. Foto: Sergei Grits/AP/dpa

Binnen weniger Tage hat die Stadt Münster für Flüchtlinge aus der Ukraine sichere Unterkünfte bereitgestellt. Am Mittwoch (2. März) trafen bereits 24 Vertriebene aus dem vom Krieg gebeutelten Land ein – 14 Frauen, acht Kinder sowie zwei Männer. In ihrem neuen Umfeld sollen sie zunächst zur Ruhe kommen.

"Angesichts der fassungslos machenden Situation der Menschen im Kriegsgebiet wächst auch bei uns der Handlungsdruck", betonte Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer am Mittwoch. Er geht davon aus, dass die Zahl der Vertriebenen aus der Ukraine in Münster schon bald deutlich ansteigen werde. Unterdessen bemüht sich das städtische Sozialamt gemeinsam mit dem Amt für Immobilienmanagement um weitere Unterbringungsmöglichkeiten für die Menschen.

Ankunft in Münster: Menschen aus der Ukraine noch nicht für Begegnungen bereit

Das Sozialamt kommt mit den mit der Flucht verbundenen Aufgaben kaum noch hinterher. "Es ist derzeit eine durchaus unglückliche Situation: Hier stehen die Telefone nicht mehr still, wir müssen rund um die Uhr adhoc reagieren“, erklärt die Leiterin des Sozialamts, Dagmar Arnkens-Homann. Das betreffe auch Angebote der Bürgerinnen und Bürger, die den Menschen aus der Ukraine privaten Wohnraum zur Verfügung stellen wollen. Daher bittet das Amt nur noch per E-Mail Kontakt aufzunehmen (sozialdienstfuerfluechtlinge@stadt-muenster.de).

Außerdem wird weiterhin von Sachspenden abgeraten. Die Unterkünfte seien derzeit voll ausgestattet, zudem gebe es noch diverse Lagerbestände an Spielzeug sowie Artikeln des täglichen Bedarfs. Zudem bittet die Stadt Münster um Verständnis, dass die teils schwer traumatisierten Menschen aus der Ukraine derzeit für Begegnungen nicht zur Verfügung stehen. Voraussichtlich kommende Woche will Sozialdezernentin Cornelia Wilkens die Männer, Frauen und Kinder im Namen der engagierten Münsteranerinnen und Münsteraner willkommen heißen.

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