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Hilfe für die Ukraine

Münsteraner protestieren gegen Krieg – Stadt beruft Krisenstab ein

Münster

Während in der Ukraine weiter ein sinnloser Krieg tobt, zeigen die Menschen auf der ganzen Welt ihre Solidarität mit dem Land. Die Stadt Münster bereitet sich derweil auf Hilfsmaßnahmen vor. 

Von Sohrab Dabir

Eine Demonstrantin hält ein Plakat mit einem Herz in den Farben der ukrainischen Flagge. Foto: David Young/dpa/Symbolbild

100.000 Menschen in Berlin, 80.000 Menschen in Prag, 10.000 in Kopenhagen – auch in Münster gingen dieser Tage Tausende Menschen auf die Straße, um gegen Wladimir Putins initiierten Krieg gegen die Ukraine zu demonstrieren. Am Freitag waren es 5000, einen Tag später protestierten erneut knapp 1500 Münsteranerinnen und Münsteraner vor dem historischen Rathaus der Stadt.

Eine Welle der Solidarität erreicht derzeit das Land, das seit nunmehr fast fünf Tagen von russischen Kräften unter Beschuss steht. Die Demonstranten in Münster forderten für die Ukraine sofortige Hilfen. Nun hat Oberbürgermeister Markus Lewe den Krisenstab einberufen.

Münster will geflüchtete aus der Ukraine aufnehmen

So sollen am heutigen Montag (28. Februar) unter der Leitung von Stadtrat Wolfgang Heuer Hilfsmaßnahmen für die Ukraine geprüft werden. Neben der kurzfristigen Aufnahme von Vertriebenen aus dem Land zählen dazu auch verschiedene Hilfsangebote sowie Geld- und Sachspenden aus der münsterischen Bevölkerung. "Mit Blick auf vielfältige private Angebote in den Sozialen Medien gehe ich von einer erheblichen Aufnahme- und Hilfsbereitschaft auch unserer Bürgerinnen und Bürger aus", ist sich Markus Lewe sicher.

Es gehe nun darum, so Lewe weiter, gegen diese "europäische Katastrophe" zusammen- und füreinander einzustehen. Die Stadt Münster vermutet, dass in den kommenden Tagen etwa eine halbe Million Ukrainerinnen und Ukrainer Zuflucht in Polen suchen werden und somit auch in Münsters Partnerstadt Lublin. Die Stadt des westfälischen Friedens sei in diesen Zeiten gefordert, humanitäre Unterstützung zu leisten, betont der Oberbürgermeister.

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